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Samstag, 30. November 2019

Königliche Post: Geburt von Erzherzog Maximilian


Dieses süße Foto zeigt Erzherzog Maximilian von Österreich-Este, das zweite Kind von Prinz Amedeo und Prinzessin Elisabetta von Belgien, Erzherzog und Erzherzogin von Österreich. Die Karte stammt von Prinzessin Astrid von Belgien, der Großmutter des kleinen Maximilian und Schwester von König Philippe.


(Scans: Königlicher Beobachter)

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Königliche Geschwister: Kaiser Franz Joseph I. von Österreich und seine Brüder


Auf diesem Bild sich die vier Söhne von Erzherzog Franz Karl (1802–1878) und dessen Gattin Erzherzogin Sophie (1805–1872), einer geborenen Prinzessin von Bayern, zu sehen. Nicht mit auf dem Foto ist, die früh verstorbene, einzige Tochter der Familie, Erzherzogin Maria Anna (1835–1840).

Links steht Erzherzog Karl Ludwig (1833–1896), er ist der dritte Sohn von Franz Karl und Sophie. Karl Ludwig wird insgesamt drei Mal heiraten. Seine erste Ehefrau wurde Prinzessin Margarete von Sachsen (1840–1858), die zweite Prinzessin Maria Annunziata von Neapel-Sizilien (1843–1871) und die dritte Infantin Marie Therese von Portugal (1855–1944). Von den insgesamt sechs Kindern Karl Ludwigs, war Erzherzog Thronfolger Franz Ferdinand (1863–1914), dessen Ermordung den Ersten Weltkrieg auslöste, das bekannteste. Die österreichische Krone ging nach dem Tode Kaiser Franz Josephs I. an Karl Ludwigs Enkelsohn Karl I. (1887–1922) über.
Erzherzog Karl Ludwig von Österreich wurde 62 Jahre alt.

Auf dem Sofa sitzt Kaiser Franz Joseph I. (1830–1916), er regierte Österreich von 1848 bis 1916. Franz Joseph heiratete 1854 seine Base, Herzogin Elisabeth in Bayern (1837–1898), genannt "Sisi". Aus der Ehe gingen drei Töchter und Kronprinz Rudolf (1858–1889) hervor. Kaiser Franz Joseph hatte in seinem Leben einige Tragödien zu meistern, seine älteste Tochter Sophie starb mit zwei Jahren, sein Bruder Maximilian wurde erschossen, seine Gattin Elisabeth wurde von einem Anarchisten ermordet, der einzige Sohn Rudolf beging in Mayerling mit seiner Mätresse Selbstmord, dann wurden auch noch der neue Thronfolger Franz Ferdinand und dessen Gemahlin Sophie ermordet. Zu guter Letzt verlor Österreich während der Herrschaft von Franz Joseph alle Kriege in die es verwickelt war.
Kaiser Franz Joseph I. von Österreich starb mit 86 Jahren mitten im Ersten Weltkrieg.

Hinter dem Sofa steht Erzherzog Maximilian (1832–1867), der spätere Kaiser von Mexiko. Er wird 1857 Prinzessin Charlotte von Belgien (1840–1927) ehelichen. Aus der Ehe gingen keine Kinder hervor. Durch den französischen Kaiser Napoleon III. ließen sich Maximilian und vor allem Charlotte in das mexikanische Abenteuer, die Errichtung eines Kaiserreiches in Mexiko unter französischem Einfluss, einbinden. Maximilian konnte sich nur von 1864 bis 1867 als mexikanischer Kaiser halten, als die Franzosen abzogen, war das Kaiserpaar auf sich allein gestellt. Charlotte reiste daraufhin nach Europa, um dort bei verschiedenen Ländern und beim Papst Hilfe für ihr untergehendes Reich zu finden. Niemand fand sich zu Hilfe bereit, und Charlotte verfiel dem Wahnsinn, der bis zu ihrem Tod 60 Jahre später bleiben sollte.
Kaiser Maximilian I. von Mexiko starb mit 34 Jahren, er wurde nach einem Todesurteil, des Präsidenten Benito Juárez, standrechtlich erschossen.

Ganz rechts steht Erzherzog Ludwig Viktor (1842–1919), der jüngste der Brüder. In der Familie wurde er "Luziwuzi" gerufen. Als einzigster der Söhne von Franz Karl und Sophie blieb Ludwig Viktor unverheiratet. Ludwig Viktor sorgte für einige Skandale, er ließ sich in Frauenkleidern ablichten und war involviert in eine Schlägerei unter Homosexuellen, was zu seiner Verbannung nach Salzburg führte. Auch über die Sexualität von Ludwig Viktor wurde spekuliert, er selbst galt als homosexuell, hatte aber trotzdem eine längere Beziehung zu einer Tänzerin. Sonst widmete er sich der Sammlung von Kunstwerken, dem Aufbau neuer Gebäude und dem Roten Kreuz
Mit 76 Jahren ist Erzherzog Ludwig Viktor von Österreich gestorben.

Samstag, 6. Juli 2013

Maximilian I., Kaiser von Mexiko

Maximilian als Kaiser von Mexiko

Kaiser Maximilian I. von Mexiko wurde als Erzherzog Ferdinand Maximilian Joseph Maria von Österreich am 6. Juli 1832 auf Schloss Schönbrunn bei Wien geboren.
Er war der zweitgeborene Sohn von Erzherzog Franz Karl (1802–1878) und dessen Gattin Prinzessin Sophie von Bayern (1805–1872). Zu Maximilians Geschwistern gehörten der spätere Kaiser Franz Joseph I. (1830–1916) und die Erzherzöge Carl Ludwig (1833–1896) und Ludwig Viktor (1842–1919), die einzige Schwester Erzherzogin Maria Anna (1835–1840) war als Kind gestorben.

Als nachgeborener Sohn durchlief Erzherzog Maximilian, wie bei den Habsburgern üblich, die Militärlaufbahn. Er interessierte sich für allem für die Marine und bekleidete sogar den Posten des Kommandanten der Österreichische Marine. (Österreich hatte zwei Seehäfen in Triest und Pola.)

Als junger Mann verliebte sich Erzherzog Maximilian in Prinzessin Maria Amalia von Brasilien (1831–1853), sie war die einzige Tochter von Kaiser Pedro I. von Brasilien aus dessen Ehe mit Prinzessin Amélie von Leuchtenberg. Kurz vor der Bekanntgabe der Verlobung starb die Prinzessin jedoch an Tuberkulose.

Am 27. Juli 1857 ehelichte Maximilian in Brüssel Prinzessin Charlotte von Belgien (1840–1927).
Die Ehe blieb kinderlos. Das Paar bewohnte, das für sie gebaute, Schloss Miramare in Triest.
Hier vertrat Maximilian als Generalgouverneur von Lombardo-Venetien Österreich.
Weil Maximilian seinem kaiserlichen Bruder in Wien zu liberal war wurde er nach zwei Jahren im Amt wieder abgesetzt. Kurze Zeit später verlor Österreich während des Italienischen Unabhängigkeitskrieges von 1859 die Lombardei. Maximilian und Charlotte blieben weiterhin in Triest und lebten zurückgezogen in ihrem Schloss.

Charlotte & Maximilian

Das änderte sich als der französische Kaiser Napoléon III. und vor allem dessen Gattin Eugénie einen Monarchen für das von ihnen geplante Zweite Mexikanische Kaiserreich suchten. Mexiko hatte seine Zahlungen für Auslandsschulden eingestellt, wovon vor allem Frankreich betroffen war. Wie im  Londoner Vertrag mit Großbritannien und Spanien vereinbart wollte Frankreich seine Schulden in Mexiko eintreiben. Die ersten Expeditionstrupps betraten im Dezember 1861 mexikanischen Boden.
Die USA befand sich gerade im Sezessionskrieg, mit einem Eingriff brauchte man also nicht rechnen.

Kaiser Maximilian und Kaiserin Charlotte machten sich, nach falschen Versprechungen, auf den Weg. Zuvor hatte Maximilian auf die mögliche Thronfolge in Österreich verzichtet. Ein Österreichisches Freiwilligenkorps begleitete das neue mexikanische Kaiserpaar. Aber weder dieses noch die französische Armee konnten sich gegen die Republik Mexiko und den (von den Franzosen abgesetzten) Präsidenten Benito Juárez durchsetzen. Kaiser Maximilian hatte von Anfang an keinen Rückhalt bei der Bevölkerung. Um seine Herrschaft zu legitimieren adoptierte das kinderlose Kaiserpaar den Enkel des letzten Kaisers von Mexiko: Agustín de Itúrbide y Green (1863–1925). Aber auch das konnte das mexikanische Kaiserreich nicht mehr retten.

1866 war auch der Krieg in den USA beendet und Frankreich musste seine verbliebenen Truppen aus Mexiko abziehen. Inzwischen war Kaiserin Charlotte zurück nach Europa gegangen um Hilfe für ihren Thron und ihren Mann zu suchen. Weder in Frankreich noch beim Papst fand sie gehör. Nach einem Nervenzusammenbruch wurde sie für Wahnsinnig erklärt und blieb den Rest ihres Lebens unter Betreuung. Mexiko und Maximilian sah sie nie wieder.

Erschießung Kaiser Maximilians von Mexiko

Kaiser Maximilian wurde konnte nach Querétaro fliehen, wo er mit wenigen getreuen von den Truppen der Mexikanischen Republik belagert wurde. Durch Verrat wurde Maximilian gefangen genommen und zum Tode verurteilt. Trotz Gnadengesuchen bestätigte, der wieder an die Macht gelangte, Präsident Benito Juárez das Todesurteil. Am 19. Juni 1867 wurden Kaiser Maximilian und seine Generäle Miramón und Mejía in der Nähe von Querétaro erschossen.

Maximilian I., Kaiser von Mexiko starb mit 34 Jahren. Seine Leiche wurde nach Europa überführt und in der Kapuzinergruft in Wien beigesetzt.
Erzherzogin Sophie war nach dem Tode ihres Lieblingssohnes völlig gebrochen. Die geistig umnachtete Witwe Charlotte überlebte ihren Ehemann um fast 60 Jahre.