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Sonntag, 21. Juli 2019
Woizlawa-Feodora Prinzessin Reuß (1918–2019)
Am 3. Juni 2019 verstarb mit 100 Jahren Woizlawa-Feodora Prinzessin Reuß, geborene Herzogin zu Mecklenburg, nach einer kurzen schweren Krankheit. Erst am 17. Dezember 2018 hatte sie ihren Meilenstein-Geburtstag gefeiert.
Hier ist der Link zu meinem Beitrag zum 100. Geburtstag. (<- anklicken)
(Foto: Mitteldeutscher Rundfunk; Traueranzeige: Mittelhessen trauert)
Montag, 10. November 2014
Anastasia Michailowna - Schwerins ungeliebte Großherzogin
Von den vielen russischen Großfürstinnen die in die deutschen Königreiche und Fürstentümer einheirateten, war Anastasia Michailowna wohl die unbeliebteste. Im Gegensatz zur Großfürstin Helena Pawlowna von Russland (1784–1803), Tochter von Zar Paul I. und spätere Erbprinzessin von Mecklenburg-Schwerin, die die Herzen der Mecklenburg-Schweriner im Sturm eroberte und nach ihrem frühem Tode sehr betrauert wurde, war Anastasia Michailowna regelrecht verhasst.
Großfürstin Anastasia Michailowna von Russland wurde am 28. Juli 1860 in Peterhof geboren. Sie war die einzige Tochter von Großfürst Michail Nikolajewitsch (1832–1909) und dessen Ehefrau Prinzessin Cäcilie von Baden (1839–1891), die nach dem Übertritt zur Orthodoxen Kirche den Namen Olga Feodorowna trug. Anastasia hatte sechs Brüder: Nikolai Michailowitsch (1859–1919), Michail Michailowitsch (1861–1929), Georgi Michailowitsch (1863-1919), Alexander Michailowitsch (1866–1933), Sergej Michailowitsch (1869–1918) und Alexej Michailowitsch (1875–1895).
Großfürstin Anastasia Michailowna wurde am 24. Januar 1879 in Sankt Petersburg mit Erbprinz Friedrich Franz von Mecklenburg-Schwein (1851–1897) vermählt. Die Ehe hatte Großfürstin Marie Pawlowna, die Schwester des Bräutigams vermittelt, die nach Russland geheiratet hatte. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor: Herzogin Alexandrine (1879–1952), Gattin von König Christian X. von Dänemark, Großherzog Friedrich Franz IV. (1882–1945) und Herzogin Cecilie (1886–1954), die die letzte Kronprinzessin von Preußen wurde.
Obwohl Anastasia Michailowna die Tochter einer deutschen Prinzessin war, und auch die Mehrheit der Romanows deutschstämmig war, zeigte die neue Erbprinzessin eine Vorliebe für alles Französische. Was man ihr nach dem gewonnenen Krieg gegen Frankreich von 1870/71 übel nahm. Auch die vielen Reisen von Anastasia und ihrem Ehemann, unter anderem nach Cannes, wo die großherzogliche Familie die Villa Wenden besaß, wurde ihr angelastet. Obwohl der schlechte Gesundheitszustand von Friedrich Franz Aufenthalte im wärmeren Klima notwendig machte. Anastasia schaffte es jedenfalls nie, sich nicht in ihrer neuen Heimat Schwerin beliebt zu machen.
Nach dem Tod ihres Schwiegervaters am 15. April 1883 wurde Anastasia an der Seite ihres Gatten zur Großherzogin von Mecklenburg. Die Ehe zwischen dem Großherzogspaar war wohl trotz allem ganz gut. Anastasia Michailowna hatte bei ihrem Ehemann einen Stein im Brett. Er zahlte auch ohne Murren ihre Spielschulden beim Casino in Monte Carlo.
Am 10. April 1897 kam Großherzog Friedrich Franz III. durch Suizid ums Leben. Er war von einem Balkongeländer gesprungen, und später an den Verletzungen die er dadurch erlitten hatte, verstorben. Die Mecklenburger glaubten diese Geschichte nicht - für sie war Anastasia Michailowna die Schuldige. Sie hatte ihren lästigen, kranken Gatten den Balkon runter geschubst und ermordet. Das man der Großherzogin sowas zutraute, zeigt das sie es in all den Jahren nicht verstanden hatte, die Bevölkerung günstig zu stimmen.
Mit nur 36 Jahren war Anastasia nun Witwe und ihr Sohn folgte als Großherzog Friedrich Franz IV. seinem Vater nach. Die Regentschaft für den noch minderjährigen führte sein Onkel Herzog Johann Albrecht. Auf eine Regentschaft von Großherzogin-Witwe Anastasia Michailowna wurde, auf Grund ihrer Unbeliebtheit in Mecklenburg wohlweislich verzichtet.
Anastasia trauerte nicht lange: Sie begann eine Beziehung mit ihrem Privatsekretär Wladimir Alexandrowitsch Paltow, die nicht ohne Folgen blieb. Mit 42 Jahren brachte sie ihren unehelicher Sohn Alexis Louis de Wenden (1902–1976) zur Welt. Kaiser Wilhelm II. konnte Anastasia Michailowna nicht ausstehen, obwohl sein ältester Sohn und Erbe ihre Tochter Cecilie geheiratet hatte, musste sie sich vom Berliner Hof fernhalten.
Die letzten Lebensjahre von Anastasia wurden vom Ersten Weltkrieg und der Russischen Revolution verdunkelt. Während des Krieges wohnte sie in der
Schweiz. Drei ihrer Brüder wurden von den Kommunisten ermordet. Der Fall des Deutschen Kaiserreichs bedeutete das zwei ihrer Kinder ihre Throne verloren, nur Alexandrine konnte als dänische Königin ihre Krone behalten.
Mit 61 Jahren erlitt Großherzogin-Witwe Anastasia Michailowna einen Schlaganfall und starb im französischen Èze, wo sie seit dem Ende des Krieges gewohnt hatte. Ihre Grabstätte ist das Helenen-Paulownen-Mausoleum im Park von Schloss Ludwigslust.
Donnerstag, 26. Juni 2014
Königliche Geschwister: Die Kinder von Paul Friedrich zu Mecklenburg-Schwerin
Die drei hier abgebildeten Prinzen und die Prinzessin sind die überlebenden Kinder von Herzog Paul Friedrich zu Mecklenburg-Schwerin (1852–1923) und Prinzessin Marie zu Windisch-Graetz (1856–1929). Die Kinder wurden, weil ihre Mutter katholisch war, in dieser Religion erzogen, obwohl das Haus Mecklenburg eigentlich protestantisch war.
Samstag, 16. März 2013
Kaiserliche Schwestern: Alexandra Pawlowna & Helena Pawlowna von Rußland
Auf diesem Gemälde sind zwei Großfürstinnen aus dem Hause Romanow zu sehen.
Die linke ist Großfürstin Alexandra Pawlowna von Rußland.
Alexandra Pawlowna war das dritte Kind und die erste Tochter ihrer Eltern, Zar Paul I. und Zarin Maria Feodorowna, einer geborenen Sophie Dorothee von Württemberg.
Sie wurde am 9. August 1783 in Zarskoje Selo bei Sankt Petersburg geboren.
Das Mädchen rechts ist ihre jüngere Schwester Großfürstin Helena Pawlowna.
Helena Pawlowna wurde am 24. Dezember 1784 in Sankt Petersburg geboren.
Aufgrund des geringen Altersunterschiedes wurden die beiden Schwestern zusammen erzogen und unterrichtet. Beide standen sich sehr nahe.
Beide Mädchen sollten früh verheiratet werden. Als Alexandra Pawlowna gerade 13 Jahre alt war, wurde ein erster Bewerber um ihre Hand bei Hofe vorstellig: König Gustav IV. Adolf von Schweden.
Am Tage der Verlobung, nachdem er den Ehevertrag gelesen hatte, verließ Gustav IV. Adolf wütend Rußland, die Braut sollte nach der Hochzeit ihre Religion (Russisch-Orthodox) beibehalten was für ihn als König eines evangelisch-lutherischen Landes nicht in Frage kam.
Am 23. Oktober 1799 heiratete die jüngere der Schwestern dei 14-jährige Großfürstin Helena Pawlowna in Gatschina, sie war bereits länger mit ihrem Ehemann dem Erbprinzen Friedrich Ludwig zu Mecklenburg-Schwerin verlobt gewesen.
Drei Jahre nach dem Disaster mit dem schwedischen König wurde die 16 Jährige Alexandra Pawlowna am 30. Oktober 1799 in Sankt Petersburg mit dem Erzherzog Joseph von Österreich, Palatin von Ungarn verheiratet, er stammte aus dem Hause Habsburg.
Die Hochzeit fand eine Woche nach der ihrer jüngeren Schwester statt.
Bei der Vorstellung am Wiener Hof schlug der Erzherzogin Alexandra Ablehnung entgegen.
Für die katholischen Habsburger war - obwohl man ihr Glaubensfreiheit zugesagt hatte -
Alexandra aufgrund ihres Festhaltens am Russisch-Orthodoxen Glauben eine Ketzerin.
Ganz anders erging es ihrer Schwester Helena, nun Erbprinzessin von Mecklenburg-Schwerin.
Die kleinen deutschen Höfe waren was Religionssachen anging meist tolerant, so auch das neue zu Hause von Erbprinzessin Helena: Ludwigslust.
Hier kommt auch am 15. September 1800 das erste Kind des Erbprinzenpaares Paul Friedrich, der später der erste Großherzog von Mecklenburg-Schwerin wird, zur Welt.
Erzherzogin Alexandra bringt indessen am 8. März 1801 in Buda(pest) eine Tochter zur Welt, Erzherzogin Alexandrine von Österreich, die noch am selben Tag stirbt.
Die durch die Geburt geschwächte Alexandra starb am 16. März 1801 in Wien an Kindbettfieber.
Sie wurde nur 17 Jahre alt.
Alexandra und ihre Tochter Alexandrine wurden im Mausoleum Üröm bei Budapest beigesetzt.
In eine der katholischen Grablegen der Habsburger durfte sie nicht ruhen.
Erbprinzessin Helena hatte nicht nur den Tod ihrer Schwester zu verkraften, am 24. März 1801 wurde auch noch ihr Vater in Sankt Petersburg ermordet.
Ein erfreuliches Ereignis gab es wieder am 31. März 1803 das zweite Kind die Tochter, Marie zu Mecklenburg-Schwerin, wird in Ludwigslust geboren.
Doch schon ein halbes Jahr später wird Helena sehr krank.
Die Krankheit endet tödlich und Helena stirbt am 4. September 1803 in Ludwigslust.
Sie ist mit 18 Jahre gestorben und hinterlässt zwei Kinder.
Für Helena wurde eigens in Ludwigslust ein Mausoleum das "Helenen-Paulownen-Mausoleum" errichtet. In dem nicht nur sie sondern auch andere Mitglieder des Hauses Mecklenburg-Schwerin bestattet sind.
Donnerstag, 28. Februar 2013
190. Geburtstag: Großherzog Friedrich Franz II. von Mecklenburg-Schwerin
Heute vor 190 Jahren wurde in Ludwigslust Friedrich Franz der spätere Großherzog von Mecklenburg-Schwerin geboren.
Friedrich Franz II. wird drei Mal heiraten und insgesamt 11 Kinder haben.
Seine Regierungszeit dauerte vom 7. März 1842 bis zum 15. April 1883 seinem Todestag.
Samstag, 22. Dezember 2012
Kurzportrait: Alexandrine von Mecklenburg-Schwerin, Königin von Dänemark (1879-1952)
Am 24.12.1879 wurde in Schwerin, Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin die Großmutter der jetzigen dänischen Königin Margrethe II.: Herzogin Alexandrine von Mecklenburg-Schwerin geboren.
Alexandrine war das erste Kind von Großherzog Friedrich Franz III. von Mecklenburg-Schwerin (1851–1897) und dessen Ehefrau Großfürstin Anastasia Michailowna von Rußland (1860–1922).
Sie hatte zwei jüngere Geschwister, den späteren Großherzog Friedrich Franz IV. von Mecklenburg-Schwerin (1882-1945) und Herzogin Cecilie von Mecklenburg-Schwerin (1886–1954), die letzte Kronprinzessin von Preußen und des Deutschen Reiches.
Mit 18 Jahren heiratete sie in Cannes, Frankreich am 26.04.1898 den Kronprinzen, späteren König Christian X. von Dänemark (1870–1947). Die Ehe war glücklich.
Das Paar bekam zwei Söhne: König Frederik IX. (1899–1972) und Prinz Knud (1900–1976).
Während des Zweiten Weltkriegs wurde die gebürtige deutsche Prinzessin Alexandrine wegen ihrer Loyalität für Dänemark sehr populär bei der dänischen Bevölkerung.
Am 20.04.1947 starb König Christian X. nach fast 49-jähriger Ehe und Alexandrine wurde Witwe, sie benutze aber nie den Titel "Königinwitwe" sondern blieb bis zu ihrem Tode "Ihre Majestät Königin Alexandrine".
Alexandrine starb am 28.12.1952 im Kopenhagen, Dänemark und ist im Dom zu Roskilde beigesetzt.
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