Mittwoch, 25. März 2015

König Richard III. wird wiederbestattet


Nach 530 Jahren findet König Richard III. von England (1452–1485) am 26. März 2015 in der Kathedrale von Leicester seine endgültige Ruhestätte.

Richard war ein Sohn von Richard Plantagenet, Herzog von York (1411–1460) und dessen Gattin Cecily Neville (1415–1495). Sein Bruder war König Eduard IV. (1442–1483). Seit 1472 war Richard mit Anne Neville (1456–1485), einer Tochter des "Königsmachers" Richard, Graf von Warwick. Aus der Ehe war eine Sohn, Eduard von Middleham (1473–1484) hervor gegangen, der aber schon vor seinen Eltern starb.

Nach dem Tod seines älteren Bruders war Richard - damals noch Herzog von Gloucester - Lordprotektor (Regent) für dessen ältesten Sohn Eduard V., der erst 12 Jahre alt war. Später lies sich Richard, Aufgrund der angeblichen Ungültigkeit der Ehe seines Bruders, zum König ausrufen. Der abgesetzte Eduard V. und sein Bruder Richard von Shrewsbury, wurden in Tower festgesetzt und wurden danach nie wieder gesehen. Ob Richard hinter dem Verschwinden seiner Neffen steckte, konnte bis heute nicht geklärt werden.

Nach über zwei Jahren als König fiel Richard III. bei der Schlacht bei Bosworth Field. Er war der letzte englische Herrscher der im Kampf ums Leben kam. Mit seinem Tod endete die Herrschaft des Hauses York und kurz danach auch die Rosenkriege. Richard III. wurde von der Armee des Heinrich Tudor geschlagen, der als König Heinrich VII. sein Nachfolger wurde.

Die Leiche Richards III. wurde 2012 unter einem Parkplatz in der Stadt Leichester gefunden, früher stand hier die Greyfriars church in der das Grab des Königs gewesen war. Ein DNA-Test brachte die letzte Gewissheit.

Der Sarg von König Richard III.

(Copyright Foto 2: Daily Mail)

Dienstag, 24. März 2015

Spanisches Königspaar bricht Staatsbesuch in Frankreich ab


König Felipe VI. und Königin Letizia von Spanien kamen heute Vormittag zu ihrem dreitägigen Staatsbesuch in Frankreich an. Nach der Landung wurde dem Königspaar die Mitteilung von dem Absturz des Germanwings-Flugzeugs überbracht. Bei dem Unglück der Maschine, die von Barcelona nach Düsseldorf unterwegs war, kamen 150 Menschen ums Leben, darunter viele Spanier. König und Königin werden noch heute zurück nach Spanien fliegen.


(Fotos: © Casa de S.M. el Rey)

Montag, 23. März 2015

Leopold II. – Menschenschinder und Familientyrann


Wenn man sich mit anderen Königshaus-Interessierten über die unbeliebtesten Royals unterhält, wird immer ein Name genannt: König Leopold II. der Belgier.

Legendär sind die Verbrechen im Kongo-Freistaat, der dem König vom Jahre 1885 bis 1908 gehörte. In dieser Zeit kamen, durch die Kolonialisierung sowie massiver Gewalt und Ausbeutung, von den Bewohnern des Kongo ca. 10 Millionen Menschen (das waren 50% der damaligen Bevölkerung) ums Leben.

Auch im privaten sah es nicht besser aus. Aus der unglücklichen Ehe mit Erzherzogin Marie Henriette von Österreich gingen vier Kinder hervor, von denen ausgerechnet der einzige Sohn und Thronfolger mit 9 Jahren starb. Seinen Töchtern war der König kein guter Vater, er jagte nach dem Tode seiner leidgeprüften Gemahlin Tochter Stephanie aus der Kirche. Wegen Erbstreitigkeiten zogen die Prinzessinnen Louise und Stephanie ihren Vater vor Gericht - verloren aber. Die jüngste Tochter Clementine wollte Victor Napoleon heiraten, was ihr Vater aber verbot, erst nach seinem Tod konnte die Hochzeit stattfinden.

Unter ihrem Gatten und Vater hatten auch Prinzessin Louise, Prinzessin Clementine,
Königin Marie Henriette und Prinzessin Stephanie zu leiden.

Samstag, 21. März 2015

Willem-Alexander & Máxima in Hamburg


Gestern besuchte das niederländische Königspaar die Hansestadt Hamburg. Im Rathaus trafen Willem-Alexander und Máxima den Bürgermeister und trugen sich ins Goldene Buch der Stadt ein. Weiter ging es in den Hafen und schließlich zur Joop van den Ende Academy, wo sich das königliche Paar eine Aufführung von Musical-Studenten anhörte.



(Bild 1 & 3: © ANP, foto Robin Utrecht; Bild 2: © Foto: Roland Magunia/Pressestelle des Senats)

Donnerstag, 19. März 2015

Niederländisches Königspaar auf Staatsbesuch in Dänemark


König Willem-Alexander und Königin Máxima der Niederlande waren von 17. bis zum 19. März 2015 auf Staatsbesuch im Königreich Dänemark. Hier wurden sie von Königin Margrethe II., ihrem Gatten Prinz Hendrik, sowie Kronprinz Frederik und Kronprinzessin Mary begrüßt.


(Fotos: © Hollandse Hoogte, foto: Frank van Beek)

Montag, 16. März 2015

Rezension: Kein Kaiser soll uns stören – Katharina Schratt und ihre Männer von Katrin Unterreiner


Katharina Schratt und ihre Männer - diesem Thema widmet sich jetzt Autorin Katrin Unterreiner, aus deren Feder bereits "Sisi und das Salzkammergut" stammt. Auf 192 Seiten darunter 109 farbige sowie schwarz-weiße Abbildungen wird das Liebesleben der Schauspielerin dargestellt.

Katharina Schratts Beziehung zu Kaiser Franz Joseph von Österreich ist bekannt und nimmt auch die Hälfte dieses Buches ein. Die Freundschaft zwischen der Hofschauspielerin und dem Kaiser wurde von Kaiserin Elisabeth gefördert, sie wollte wegen ihrer ständigen Abwesenheit von Wien eine weibliche Gesellschaft für ihren alleingelassenen Gatten, und fand sie in Katharina Schratt. Die erste richtige Begegnung fand im Atelier Heinrich von Angelis statt, der im Auftrag der Kaiserin ein Bild der Schauspielerin für den Kaiser malte. Katharina Schratt war zu dieser Zeit der Star am Hofburgtheater, wo der Kaiser keinen ihrer Auftritte verpasste.

Franz Joseph lies sich die Beziehung zur Schratt einiges Kosten, er finanzierte ihren teuren Lebensstil und zahlte ihre horrenden Spielschulden, die sie im Casino von Monte Carlo verursacht hatte. Im Gegenzug musste Katharina Schratt früh aufstehen um den Kaiser morgens in ihrem Haus zu empfangen und mit Klatsch und Tratsch der Wiener Gesellschaft zu unterhalten. Das Verhältnis der Beiden scheint zu diesem Zeitpunkt nur freundschaftlich gewesen zu sein. Erst nach dem Selbstmord des Kronprinzen Rudolf, dem einzigen Sohn des Kaisers, scheint mehr daraus geworden zu sein:

Auffallend ist jedenfalls, dass sich ab März 1889 nicht nur in den Briefen des Kaisers eine Veränderung feststellen lässt, sondern sich der Kaiser exakt zeitgleich von seiner Geliebten Anna Nahowski trennt und Katharina Schratt mit einem enormen Vermögen bedacht wird. Kein Kaiser soll uns stören, Seite 54

Die Autorin belegt die Änderung zwischen Katharina Schratt und Franz Joseph mit 4 Fakten, die für eine intimere Beziehung sprechen, also das die Schauspielerin die Geliebte des Monarchen wurde. Der rasante Aufstieg der Schratt und ihr mächtige Position sorgte bei Hofe sowie beim Theater für viele ihr feindlich gesinnte Menschen. Vor allem die jüngste Kaisertochter, Erzherzogin Marie Valerie und ihr Verlobter, fanden die Anwesenheit der Schauspielerin bei Familiendinners peinlich. Nach dem Tod der Kaiserin Elisabeth und deren fehlender schützender Hand über die "Freundschaft" kühlt sich das Verhältnis Schauspielerin–Kaiser merklich ab. Die Briefe und Besuche werden weniger, trotzdem bleiben beide bis zum Tode des Kaisers in Kontakt. Eine Gewissensehe, wie einige Historiker behaupten, hat es zwischen Katharina Schratt und Kaiser Franz Joseph jedoch nicht gegeben.

Wer denkt das die Schratt ihrem kaiserlichen Verehrer treu war, der irrt sich gewaltig. Gleichzeitig mit dem Kaiser hatte sie eine Affäre mit dem reichen Grafen Johann "Hans" Wilczek. Es stimmt also, wenn die Autorin Katharina Schratt als "Femme fatale" bezeichnet. Die Liaison mit dem Graf dauerte an die 9 Jahre. Um mit der Schauspielerin allein zu sein kaufte Graf Wilczek sogar eine Liebesnest, das Schloss Moosham, in dem Katharina Schratt über die Jahre viel Zeit verbrachte. Hans Wilczek war eng mit Kronprinz Rudolf befreundet und musste nach dessen Tod, auf kaiserlichen Befehl, die vom Hof verstoßenen Nichte der Kaiserin - Gräfin Marie Louise Larisch - von einer Veröffentlichung ihrer Memoiren abhalten. Was zunächst auch gelang. Graf Johann Wilczek schrieb der Schratt Liebesbriefe und war Eifersüchtig auf den Kaiser. Auch Auszüge aus seinem Tagebuch sind abgedruckt, die zeigen wie sehr Graf Wilczek Katharina Schratt geliebt haben muss. Sie war die große Liebe seines Lebens, was umgekehrt nicht der Fall war.

Der nächste Schratt-Verehrer war König (oder Zar) Ferdinand von Bulgarien. Dieser Fürst stammte aus der katholischen Seitenlinie des Hause Sachsen-Coburg und Gotha. Kaiser Franz Joseph war eifersüchtig auf "den Bulgaren" und lies die Schauspielerin das auch wissen. Katharina Schratt und Ferdinand machten gemeinsam eine Kur in Karlsbad und als sie einen Besuch des Kaisers absagte und noch am gleichen Tag den König empfing, war Franz Joseph wieder neidisch. Ferdinand von Bulgarien wusste anscheinend das er nicht der Einzige im Leben seiner "Kathi" war, eine Andeutung lässt vermuten das er vom Kaiser und auch vom Grafen wusste...

Auch dem Leiter der kaiserlichen Kabinettskanzlei verdrehte die Schratt den Kopf. Adolf Freiherr von Braun war ein angesehener und einflussreicher Beamte, als Katharina Schratt wegen ihrer Schulden bei ihm vorstellig wurde. Der Freiherr versuchte ihr zu helfen und sammelte Spenden. Mit seiner Hilfe wurde die Schratt schuldenfrei, was aber bei ihrem Lebensstill nicht lange anhielt. Wie sich aus dem Nachlass von Brauns Korrespondenz erfahren lässt, war Katharina Schratt dem Freiherrn sehr dankbar und versprach ihn stets zu besuchen. Die Beziehung zwischen von Braun und der Schratt geht, nachdem sie mit dem Kaiser und dem Grafen Wilczek bessere Partien kennen gelernt hatte, auseinander.

Außerdem kommen noch ein Karl... der gern ein paar Stunden Amore mit der Schratt hätte und ein anonymer Mann der die Schauspielerin ins Hotel Sacher bestellt im Buch vor. Zum Schluss wird noch die große Liebe der Katharina Schratt - ihr Schauspielkollege Viktor Kutschera - vorgestellt. Mit dem 10 Jahre jüngeren Kutschera spielte sie in dem Stück "Maria Theresia", für das sie wieder auf die Bühne zurückgekehrt war. Für ihn wollte Katharina Schratt alles aufgeben, doch hieraus wurde nichts. Trotz zahlreichen Angeboten hat die Schratt nie öffentlich ein Wort über ihre Liebschaften gesprochen, sie blieb bis zuletzt diskret, was ihr alle Verflossenen hoch anrechneten.



Meine Meinung:
 
Ich fand das Buch sehr unterhaltsam.
Katharina Schratt - was für eine Leben.
Was für Männer: Kaiser, König, Graf, Freiherr, Schauspieler.
Die Autorin zitiert aus Briefen und Tagebüchern,
von denen einige hier zum ersten Mal veröffentlicht werden.
Besonders interessant waren die Kapitel über Franz Joseph und Graf Wilczek.
Positiv fallen auch die unzähligen Abbildungen auf,
darunter auch Stücke aus dem Nachlass der Schauspielerin.
Ein Lesevergnügen für "Liebhaber" der k.u.k. Monarchie!
 
 
 
Erhältlich bei: Verlagsgruppe Styria oder im Buchhandel



Buch-Information
Verlag: Styria (2014), 192 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag,
ISBN: 9783222134364, Sprache: Deutsch, Format: 13,5 x 21,5 cm
Preis: 24,99 €

Freitag, 13. März 2015

Fürstenberg: Eine Tochter für das Erbprinzenpaar


Erbprinz Christian (*1977) und seine Gattin Erbprinzessin Jeannette Catherine (*1981) zu Fürstenberg sind zum zweiten Mal Eltern geworden.

Prinzessin Maria Cecilia Massimiliana Ghislaine Pauline Odile Eva Fabrizia Egonia
zu Fürstenberg wurde am 11. März 2015 um 12.55 Uhr geboren.

Laut Medienberichten sind Mutter und Kind wohlauf. 

Die kleine Prinzessin hat mit Tassilo (*2013) einen älteren Bruder.

(Foto: haus-fuerstenberg.de)