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Samstag, 1. Mai 2021

Drittes Kind für François und Theresa


Prinz François und Prinzessin Theresa von Orléans, Graf und Gräfin von Dreux, erwarten laut der spanischen Zeitung Ultima Hora ihr drittes Kind. Das Kind soll ein Junge werden.

François und Theresa, geborene von Einsiedel, sind seit 2014 verheiratet. Das Paar hat bereits zwei Kinder: Prinz Philippe (*2017) und Prinzessin Marie-Amélie (*2019).

(Foto: Ultima Hora)

Mittwoch, 13. Februar 2019

Eine Tochter für Theresa und François von Orléans


Prinzessin Theresa und Prinz François von Orléans, Gräfin und von Dreux, sind zum zweiten Mal Eltern geworden. Am 8. Februar 2019 wurde ihre Tochter Prinzessin Marie-Amélie Béatrice Felicitas von Orléans in Palma de Mallorca geboren, dort hat das Paar seinen Wohnsitz. Prinzessin Marie-Amélie hat mit Prinz Philippe (*2017) einen älteren Bruder. 

(Foto: La Couronne)

Donnerstag, 24. Januar 2019

Henri von Orléans, Graf von Paris (1933–2019)


Am 21. Januar 2019 verstarb mit 85 Jahren Henri von Orléans, Graf von Paris. Er war seit 1999 der Chef des Hauses Orléans Anwärter auf den französischen Thron.

Der Graf von Paris wurde als Prinz Henri Philippe Pierre Marie von Orléans am
14. Juni 1933 in Woluwe-Saint-Pierre, im belgischen Exil der Familie geboren. Seine Eltern waren Henri von Orléans, Graf von Paris (1908–1999) und Prinzessin Isabelle von Orléans-Braganza (1911–2003), eine Urenkelin des letzten brasilianischen Kaisers Pedro II. (1825–1891). Er wuchs mit zehn Geschwistern auf, die zwischen 1932 und 1948 geboren wurden.

Am 5. Juli 1957 heiratete er in der Königliche Kapelle von Dreux Marie Therese Herzogin von Württemberg (*1934), sie ist die Tochter von Herzog Philipp Albrecht von Württemberg (1893–1975) und Erzherzogin Rosa von Österreich-Toskana (1906–1983). Aus der Ehe stammen fünf Kinder: Prinzessin
Marie von Liechtenstein (*1959), Prinz François (1961–2017), Prinzessin Blanche (*1962), Prinz Jean (*1965) und Prinz Eudes (*1968). Seine beiden Kinder 
François und Blanche sind Aufgrund einer Toxoplasmose schwer behindert.

Seit Februar 1977 lebten der Graf von Paris und seine Ehefrau Marie Therese getrennt voneinander, die Scheidung folgte am 3. Februar 1984. Am 31. Oktober 1984 fand seine zweite Eheschließung mit Micaëla Cousiño y Quiñones de León (*1938) statt. Nach der Ann
ullierung der ersten Ehe durch den Vatikan, heirateten Henri und Micaëla im September 2009 auch noch kirchlich.

Nach dem Tod seines Vaters wurde der Graf von Paris am 19. Juni 1999 Chef des Hauses Orléans und Anwärter auf den Königsthron von Frankreich.

Henri von Orléans, Graf von Paris hinterlässt seine zweite Ehefrau, vier seiner fünf Kinder sowie 12 Enkelkinder. Als Chef des Hauses folgt sein Sohn Jean nach. Die Beisetzung findet am Samstag, den 2. Februar 2019, in der Königlichen Kapelle Saint Louis in Dreux statt.

(Foto: Prince Jean de France, Twitter)

Donnerstag, 11. Oktober 2018

Fünftes Kind für die Vendômes


Am 9. Oktober 2018 kam mit Prinzessin Jacinthe Elisabeth-Charlotte Marie von Orléans das fünfte Kind und dritte Tochter von Prinz Jean und Prinzessin Philomena, Herzog und Herzogin von Vendôme, zur Welt.

Prinz Jean von Orléans ist der Sohn des französischen Thronprätendenten Henri und dessen Ex-Ehefrau Marie Therese Herzogin von Württemberg.

(Foto: la-couronne.org)

Donnerstag, 4. Januar 2018

Prinz François von Orléans, Graf von Clermont (1961–2017)


Am 30. Dezember 2017 verstarb mit 56 Jahren in Nantes Prinz François von Orléans, der Graf von Clermont. 

Er war der älteste Sohn von Prinz Henri von Orléans, Graf von Paris (*1933) und dessen geschiedener Frau Marie Therese Herzogin von Württemberg (*1934). Die Mutter von François litt während der Schwangerschaft an Toxoplasmose, so das er und seine jüngere Schwester Blanche geistig behindert zur Welt kamen. 
François hatte keine eigene Familie und lebte in einer Behinderteneinrichtung.

Die Beisetzung wird am 6. Januar 2018 in Dreux stattfinden.

(Foto: Prince Jean de France, Webseite)

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Königliche Geschwister: Zwei französische Prinzessinnen


Die beiden jungen Damen auf dem Bild oben sind die beiden ältesten Töchter von Prinz Philippe von Orléans (1838–1894) und Prinzessin Marie Isabelle von Orléans (1848–1919), Graf und Gräfin von Paris. Ihr Vater war von 1850 bis zu seinem Tod Chef des Hauses Orléans und französischer Thronprätendent.

Prinzessin Amelie (1865–1951) sitzt links mit ihrem dunklen Kleid dem Betrachter Zugewand. Sie war das älteste von den acht Kindern der Familie, die sich bis 1871 im englischen Exil befand. Über die Kindheit und Jugend von Amelie ist wenig bekannt, sie wurde wohl wie die meisten Prinzessinnen von Privatlehrern zu Hause in Sprachen, Tanz und Cercle halten unterrichtet. Mit ihrer Heirat mit dem Kronprinzen Karl von Portugal im Jahre 1886, die von der Familie arrangiert wurde, wurde Amelie Kronprinzessin eines regierenden Königshauses. Zwischen 1887 und 1889 brachte Amelie drei Kinder zur Welt, nur die beiden Söhne erreichten das Erwachsenenalter. Seit dieser Zeit kränkelte Amelie und ihre gesundheitlichen Probleme wurden mit den Jahren schlimmer. Ende 1889 wurde sie durch den Tod ihres Schwiegervaters König Ludwig I. an der Seite ihres Ehemannes Karls I. Königin von Portugal. In Portugal gab es in dieser Zeit Unruhen und schließlich die Staatspleite des Landes, welche man der königlichen Familie anlastete. Am 1. Februar 1908 gab es ein Attentat auf die Kutsche der Königsfamilie, bei der der Ehemann und der ältere Sohn Amelies getötet, sowie der jüngere Sohn Manuel verwundet wurden. Nur sie blieb unverletzt und bewarf einen der Täter mit ihren Blumenstrauss. Noch zwei weitere Jahre konnte sich die Monarchie in Portugal halten, 1910 musste Amelies Sohn abdanken und ins Ausland ins Exil gehen. Amelie folgte ihn nach England, wo sie bis 1920 blieb. Sie kehrte dann nach Frankreich zurück und erlebte hier 1932 den Tod ihres letzten verbliebenen Kindes, sowie den Zweiten Weltkrieg. Trotz ihrer vielen Krankheiten erreichte Königin Amelie von Portugal ein hohes Alter, sie verstarb mit 86 Jahren.

Rechts sitzt im hellen Kleid an ihre Schwester geschmiegt Prinzessin Helene (1871–1951). Auch über Helenes Mädchenjahre gibt es kaum Informationen, sie wird wie ihre Schwester eine typische Prinzessinnen-Erziehung gehabt haben. Die Familie hoffte, das Helene wie ihre Geschwister eine großartige Partie machen und einen Thronfolger heiraten würde. 1890 sah es fast so aus als würde Helene die Ehefrau von Prinz Albert Edward, Herzog von Clarence, werden - dem Enkel von Königin Victoria und ältesten Sohns des späteren König Eduard VII. - was aber an der Weigerung von Helenes Vaters sie zur Anglikanischen Kirche übertreten zu lassen, scheiterte. Auch eine geplante Verkuppelung von Zarin Maria Feodorowna mit ihrem Sohn, dem späteren Nikolaus II., scheiterte an der Religionsfrage und der Liebe des letzten Zaren zu Alix von Hessen. 1895 wurde Helene schließlich die Gattin von Herzog Emanuel Philibert von Savoyen-Aosta, aus der Seitenlinie des italienischen Königshauses. Aus der Ehe, die nicht glücklich wurde, stammten zwei Söhne. Herzogin Helene verbrachte viel Zeit auf Reisen und war von Afrika fasziniert. Im Ersten Weltkrieg arbeitete sie als Krankenschwester beim italienischen Roten Kreuz. Nachdem sie 1931 verwitwet war, heiratete sie als ihren zweiten Ehemann Otto Campini. Wie schon ihre Schwester Amelie musste Helene den Tod ihrer beiden Kinder miterleben, ihr bleiben aber noch drei Enkelkinder. Herzogin Helene von Aosta wurde 79 Jahre alt.

Montag, 15. Mai 2017

Ein Sohn für Theresa & François von Orléans


Wie französische Medien berichten, hat Prinzessin Theresa, die Ehefrau von Prinz François von Orléans, ihr erstes Kind bekommen. Prinz Philippe von Orléans wurde am 5. Mai 2017 um 23:59 Uhr geboren.

(Foto: Daily Mail, Getty Images)

Freitag, 30. Dezember 2016

Erstes Kind für Graf und Gräfin von Dreux


Wie der französische Blog La Couronne berichtet, werden Prinz François und Prinzessin Theresa, Graf und Gräfin von Dreux, im April 2017 zum ersten Mal Eltern. Das Paar ist seit dem 26. Juli 2014 verheiratet.

Prinz François (*1982)
ist das jüngste von vier Kindern von Prinz Michael, Graf von Evreux, und dessen Ehefrau Béatrice Pasquier de Franclieu. Prinzessin Theresa (*1984), geborene von Einsiedel, ist die Tochter von Curt Hildebrand von Einsiedel und Amelie Prinzessin von Urach.

(Foto: la-couronne.org)

Montag, 6. Juni 2016

Wieder Nachwuchs für die Herzogin von Vendôme


Prinzessin Philomena (*1977), die Gattin von Prinz Jean von Orléans, dem Herzog von Vendôme, ist zum vierten Mal Mutter geworden.

Sie brachte am 2. Juni 2016 Prinz Joseph Gabriel David Marie von Orléans zur Welt. Das Paar hat bereits den Sohn Gaston (*2009) sowie die Töchter Antoinette (*2012) und Louise-Marguerite (*2014).


(Foto: princejeandefrance.fr)

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Vendômes erwarten ihr viertes Kind


Auch das französische Königshaus wird im nächsten Jahr größer: Prinz Jean (*1965), Herzog von Vendôme und seine Gemahlin Prinzessin Philomena (*1977), Herzogin von Vendôme bekommen ihr viertes Kind.

Bisher hat das Paar, dass seit 2009 verheiratet ist, die Kinder Prinz Gaston (*2009), Prinzessin Antoinette (*2012) und Prinzessin Louise-Marguerite (*2014).

(Foto: princejeandefrance.fr)

Donnerstag, 9. April 2015

Königliche Geschwister: Die Kinder des Herzogs von Alençon


Auf diesem Foto sind die beiden Kinder von Prinz Ferdinand, Herzog von Alençon (1844–1910) und dessen Ehefrau Herzogin Sophie in Bayern (1847–1897) zu sehen. Das Bild stammt aus der Zeit um 1876.

Prinzessin Louise (1869–1952), die ältere der Geschwister, wurde in Großbritannien geboren. Die französische Königsfamilie war dort - nach der Absetzung von König Louis Philippe - im Exil. Louise stand ihrer Mutter Sophie sehr Nahe und musste als junge Frau miterleben wie diese wegen ihrer Scheidungsabsichten in ein Sanatorium verfrachtet wurde. 1891 heiratete Louise Prinz Alfons von Bayern, dieser war von ihrer Cousine und Freundin Erzherzogin Marie Valerie als Bräutigam abgelehnt worden. Ihr erstes Kind, Prinz Joseph Clemens, kam 11 Jahre nach der Eheschließung zur Welt, das zweite Kind, Prinzessin Elisabeth, wurde 11 Jahre nach ihrem Bruder geboren. Alfons und Louise waren beliebte Mitglieder der bayerischen Königsfamilie und blieben auch nach dem Ende der Monarchie 1918 in Bayern wohnen. Seit 1933 verwitwet, gibt es aus den letzten Lebensjahren der Prinzessin wenig Informationen. Prinzessin Louise von Bayern wurde 82 Jahre alt.

Der Junge auf dem Bild ist Prinz Emmanuel (1872–1931), späterer Herzog 
von Vendôme. Er war ein schwieriges Kind und hatte seinen eigenen Kopf. Im Jahre 1896 ehelichte er Prinzessin Henriette von Belgien, eine Schwester von König Albert I., und bekam mit ihr drei Töchter und einen Sohn. Eins der Mädchen, Prinzessin Sophie, war geistig behindert. Da die Eltern damit nicht klar kamen, wurde das Kind von der Großmutter mütterlicherseits versorgt. Emmanuel und Henriette lebten ein luxuriöses Leben, was sich aber nach dem Ersten Weltkrieg drastisch änderte und beide gezwungen waren, einige ihrer Immobilien zu verkaufen, um ihren Lebensstandard aufrecht zu halten. Mit 59 Jahren ist Prinz Emmanuel, Herzog von Vendôme an Herzversagen gestorben.

Mittwoch, 12. November 2014

80. Geburtstag: Herzogin Marie Therese von Montpensier


Am 12. November 1934 wurde Marie Therese Nadejda Albertine Rosa Philippine Margarethe Christine Helene Josepha Martina Leopoldine Herzogin von Württemberg, als viertes Kind von Herzog Philipp Albrecht von Württemberg (1893–1975) und dessen zweiter Gattin Erzherzogin Rosa von Österreich (1906–1983), aus der Toskanischen Line der Habsburger, auf Schloss Altshausen geboren.

Marie Therese heiratete mit 22 Jahren Prinz Henri von Orléans (*1933), dem ältesten Sohn von Henri, Graf von Paris und Prinzessin Isabelle von Orléans-Braganza, am 5. Juli 1957 im französischen Dreux. Nach der Hochzeit erhielt das Paar den Titel Graf und Gräfin von Clermont. Drei Jahre später gab es wieder eine Verbindung Württemberg-Orléans als Marie Thereses Bruder Carl Henris Schwester Diane ehelichte.


Aus der Ehe stammen fünf Kinder: Marie (*1959), die mit Prinz Gundakar von Liechtenstein verheiratet ist, François (*1961) und Blanche (*1962) sind wegen Toxoplasmose schwerbehindert, Jean (*1965), Herzog von Vendôme, sowie Eudes (*1968), Herzog von Angoulême.

Im Jahre 1974 hat Henri Marie Therese und die gemeinsamen Kinder verlassen. Die offizielle Trennung wurde im Februar 1977 bekannt gegeben, die Scheidung fand am 3. Februar 1984 statt. 2009 wurde die Ehe kirchlich annulliert. Seit der Scheidung trägt Marie Therese den Titel einer Herzogin von Montpensier, der ihr von ihrem ehemaliger Schwiegervater und Chef des Hauses Orléans verliehen wurde.

 

Montag, 3. November 2014

Der Bulle und die Prinzessinnen


Wer dachte das Prinzessinnen nur auf Pferden, Esel oder Ponys ritten, wird jetzt eines besseren belehrt: Zwei Königliche Hoheiten hoch zu Ross Bulle...

Das obere Foto zeigt die exzentrische Prinzessin Marie von Dänemark (1865–1909), geborene Prinzessin von Orléans. Das untere ihre Cousine Königin Amélie von Portugal (1865–1951), ebenfalls eine gebürtige Prinzessin von Orléans.

Samstag, 2. August 2014

Erstes Bild von Prinzessin Louise-Marguerite


Auf diesem Foto kann man einen kleinen Blick auf die neugeborene Prinzessin Louise-Marguerite von Orléans werfen. Neben dem Bettchen stehen die älteren Geschwister Prinz Gaston und Prinzessin Antoinette.

(Foto: prince jean de france.fr)

Freitag, 1. August 2014

Drittes Kind für das Herzogspaar von Vendôme


Prinz Jean (*1965) und Prinzessin Philomena (*1977), Herzog und Herzogin von Vendôme, sind zum dritten Mal Eltern geworden. Prinzessin Louise-Marguerite Eléonore Marie von Orléans, kam am 30. Juli 2014 in Poissy zur Welt.

Jean und Philomena haben bereits die Kinder Prinz Gaston (*2009) und Prinzessin Antoinette (*2012). Das Paar ist seit 2009 verheiratet.

Prinz Jean ist das vierte Kind von Henri, Graf von Paris und Chef des Hauses Orléans, und dessen erster Ehefrau Marie Therese Herzogin von Württemberg.

(Foto: prince jean de france.fr)

Donnerstag, 31. Juli 2014

Neuer Titel für François und Theresa von Orléans


Die französische Zeitschrift "Point de Vue" widmet der Hochzeit von Prinz François von Orléans und Theresa von Einsiedel in ihrer neuesten Ausgabe zehn Seiten.

Am Tag der Hochzeit bekam der Bräutigam vom Chef des Hauses, dem Grafen von Paris, den Titel eines Grafen von Dreux verliehen. Das Paar trägt nun die Titel Prinz und Prinzessin von Orléans, Graf und Gräfin von Dreux.

Dienstag, 29. Juli 2014

Theresa & François von Orléans: Hochzeitsbild


Hier ist das Hochzeitsfoto von Prinz François und Prinzessin Theresa von Orléans. Das Paar hatte am Samstag in Bayern geheiratet.

(Foto: Getty Images) 

Montag, 14. April 2014

Rezension: Die Dunkelgräfin. Das Geheimnis um die Tochter Marie Antoinettes von Carolin Philipps


Meine neue Buchrezension handelt von der geheimnisvollen Dunkelgräfin. Die Autorin Carolin Philipps geht - wie der Titel des Buches schon sagt - davon aus das die Dunkelgräfin niemand anderes als Marie Therese, die Tochter von Königin Marie Antoinette und König Ludwig XVI. von Frankreich war. Auf den 368 Seiten versucht sie diese Theorie zu beweisen.

Der erste Teil des Buches ist der Familie von Prinzessin Marie Therese, genannt Madame Royale, gewidmet. Marie Therese kam acht Jahre nach der Heirat ihrer Eltern als deren erstes Kind zur Welt und verbringt ihre ersten Jahre im Luxus von Schloss Versailles. Später kommen noch drei Geschwister und eine adoptierte Schwester, von der später noch die Rede sein wird, hinzu. Die privilegierte Kindheit Marie Thereses endet mit dem Ausbruch der Französischen Revolution, die die Macht der königliche Familie einschränkt und sie schließlich zu Gefangenen macht. Marie Therese muss miterleben wie ihrer Familie bedroht und schikaniert wird, es gibt kein Respekt mehr vor dem Königtum. Nach einem missglückten Fluchtversuch aus den Tuilerien kommen Ludwig XVI., Marie Antoinette, Marie Therese und ihr einziger überlebender Bruder Louis Charles sowie die Tante Elisabeth in den Temple.

Marie Thereses Vater wurde hingerichtet, dann wurde sie von ihrer Mutter getrennt, die ebenfalls später auf der Guillotine starb. Dann wurde auch noch die Tante Elisabeth zum Tode verurteilt und guillotiniert. Davon erfährt sie erst Jahre später. Von der Familie waren nur noch Marie Therese und Louis Charles übrig. Beide wurden aber trotzdem nicht zusammen gelassen. Der Bruder stirbt später durch Vernachlässigung. Marie Therese bleibt - mit Bewachern - alleine im Temple zurück. Hier hat sie weder genügend Holz zum heizen noch irgendwelche Annehmlichkeiten.

Doch es war nicht die materielle Versorgung, unter der Marie Therese am meisten litt, es war die große Einsamkeit: für ein fünfzehnjähriges Mädchen, das 15 Monate lang allein in einem 20 Quadratmeter großen Raum lebt, ohne auch nur die Chance, sich mit jemanden zu unterhalten. Als ihr endlich am 20. Juli 1795 Renee de Chanterenne als Gesellschafterin zugeteilt wurde, hatte Marie Therese verlernt, ein Gespräch zu führen. Die Dunkelgräfin, Seite 123

In der Zwischenzeit hatte das Schicksal der "Waise vom Temple" die öffentliche Meinung beeinflusst, viele Menschen hatten Mitleid mit Marie Therese. Es gab auch Gespräche mit Österreich, Marie Thereses Mutter stammte aus dem Hause Habsburg, um die Prinzessin gegen gefangene Franzosen auszutauschen. Der Austausch selbst fand in Hüningen statt. Hier passierten allerdings ein paar Ungereimtheiten: weder die von Wien gewünschte Begleitung, die garantieren konnte das die Austauschperson wirklich Marie Therese war, noch die Adoptivschwester Ernestine Lambriquet, die angeblich eine uneheliche Tochter von Ludwig XVI. war, waren in der Begleitung von Madame Royale mitgereist.

Den nächsten Teil beschreibt die von der Autorin genannte "offizielle Version" der Geschichte. Marie Therese wurde an die Österreicher übergeben und nach Wien an den kaiserlichen Hof gebracht, wo sie ein paar Jahre bleibt. Später ehelichte sie ihren Cousin Louis Antoine, den Herzog von Angouleme. Die Ehe blieb ohne Nachkommen. Es folgten Wanderjahre mit der exilierten französischen Königsfamilie durch das Europa Napoleon Bonapartes. Nach dessen Sturz kommen die Bourbonen wieder auf den Thron zurück, woran Marie Therese einen großen Anteil hatte. Das Frankreich in dem sie geboren wurde und das Frankreich in das sie nach Jahren im Exil zurückkehrte, waren zu verschieden. Marie Thereses Onkel, die Könige Ludwig XVIII. und Karl X. machten ihre Sache auch nicht gut, so das man nach 16 Jahren wieder ins Exil gehen musste. Vorher war Marie Therese noch für 20 Minuten Königin von Frankreich.

Ihre letzten 21 Lebensjahre verbrachte die Herzogin von Angouleme in Großbritannien, Prag und Görz. Nach dem Tode ihres Gatten zog sie ins Schloss Frohsdorf, wo sie auch später starb. Das wäre die bekannte und "offizielle Version". Im nächsten Kapitel geht es um die Zweifel an dieser.

Es geht um Erpressung durch eine Vertraute, das seltsame Verhalten eines Kammerdieners und andere Merkwürdigkeiten. Auch Verwandte, wie die Tante Königin Maria Karolina von Neapel-Sizilien, die sich erst besorgt um ihre Nichte Marie Therese gezeigt hatte und sie sogar bei sich aufnehmen wollte, verlor plötzlich das Interesse an ihr und sprach nicht mehr über sie. Auch in Wien begegnete man Marie Therese mit misstrauen, es gab ja keinen der sie identifizieren konnte. Es scheint als wären die Habsburger froh, dass Madame Royale ihren Vetter heiratete und mit im fortging. Hatte man in Wien gemerkt das es sich um eine falsche Prinzessin handelte? Und warum lies sich die Herzogin von Angouleme über 20 Jahre lang erpressen, was hatte sie zu verbergen?

Die Verantwortlichen für den angeblichen Austausch von Marie Therese mit einer anderen Frau werden im nächsten Kapitel vorgestellt. Der Vicomte de Barras, der im Hintergrund die Fäden zog, sowie seine drei Helfer, die den Austausch vollzogen. Hier geht es auch um die Frau, die Marie Thereses Platz einnahm: Ernestine Lambriquet. Eine große Rolle spielten in der Geschichte auch die Freimaurer, die europaweit untereinander vernetzt waren.

Weiter geht es mit der Suche nach einem Ort wo die Dunkelgräfin in Ruhe leben kann. Es wird auch die schwierige Lage am Oberrhein beschrieben, in der Nähe soll sich Marie Therese möglicherweise aufgehalten haben. Auch ein paar andere Orte kommen in Frage die Dame beherbergt zu haben. Für kurze Zeit wird auch Straßburg der Anlaufpunkt für die Prinzessin. Schließlich verlässt sie auch diese Stadt und geht in Begleitung des Niederländers Cornelius van der Valck auf Wanderschaft.

Das letzte Kapitel des Buches beinhaltet das Leben in Hildburghausen. Hier bekommt Marie Therese von der Umgebung auch den Namen Dunkelgräfin verpasst, weil sie tief verschleiert und ganz zurückgezogen in Schloss Eishausen lebt. Die einzige Person die ihr auch hier nahe steht ist van der Valck. Warum die beiden gerade in Hildburghausen gelandet sind, wird mit der Freundschaft die Königin Marie Antoinette mit deutschen Fürstenhäusern erklärt. Sie war mit zwei Prinzessinnen aus Mecklenburg und Hessen-Darmstadt befreundet, eine deren Töchter heiratete den Herzog von Sachsen-Hildburghausen. Die Herzogsfamilie erlaubte dem Dunkelgrafenpaar auch ohne Bekanntgabe ihrer Personalien in ihrem Herrschaftsgebiet zu wohnen, was sehr ungewöhnlich war. Nach dreißig Jahren in Thüringen starb die geheimnisvolle Dunkelgräfin, ganz zurück gezogen von der Welt. Nach ihrem Tode musste Van der Valck dann doch noch einen Namen angeben: Sophia Botta, eine Frau die es offiziell nicht gegeben hat...



Meine Meinung:

Ich fand das Buch sehr interessant und gut lesbar.
Die Geschichte der Dunkelgräfin ist sehr rätselhaft und spannend.
Man erfährt viel über die Zeit der Französischen Revolution.
Der erste Teil des Buches über das Leben von Marie Therese fand ich besser,
der zweite Teil über die Dunkelgräfin ist oft zu vage.
Die Autorin hat zwar einige Indizien das die Dunkelgräfin Marie Therese war, 
aber letztendlich keine richtigen Beweise.
Positiv hervorzuheben ist der Bilderteil in der Buchmitte.
Insgesamt ist "Die Dunkelgräfin" empfehlenswert.




Erhältlich bei: Piper Verlag oder im Buchhandel



Buch-Information
Verlag: Piper (01. April 2012), Kartoniert, 368 Seiten
ISBN: 978-3-492-26457-0, Sprache: Deutsch, Format: 18,8 x 11,8 x 3 cm
Preis: 10,99 €

Dienstag, 8. April 2014

Prinz François von Orléans & Theresa von Einsiedel


Prinz François von Orléans (*1982) und seine Verlobte Theresa von Einsiedel (*1984) haben der französischen Zeitschrift "Royals" ein Interview gegeben. Das Titelfoto zeigt die beiden in Paris vor dem Eiffelturm.

Das Paar wird diesen Sommer auf Schloss Niederaichbach in Bayern heiraten.

(Foto: Royals Magazin, Frankreich)

Montag, 24. Juni 2013

Maria Leszczyńska, Königin von Frankreich

 
Maria Leszczyńska wurde am 23. Juni 1703 in Trebnitz als zweite Tochter von Stanislaus Leszczyński (1677–1766) und Katharina Opalińska (1680–1747) geboren. Ihr Vater war zweimal für kurze Zeit König von Polen und Großfürst von Litauen, wurde aber wieder abgesetzt. Als Entschädigung wurden dem Ex-König die Herzogtümer Lothringen und Bar zugesprochen.
 
Maria wurde katholisch, und trotz Geldproblemen ihrer Eltern, standesgemäß erzogen. Nicht weit entfernt von ihrem Exil im elsässischen Wissembourg wurden die Weichen für ihr Schicksal gestellt. In Frankreich wurde eine Braut für den jungen König Ludwig XV. (1710–1774) gesucht. Frankreich wollte keine Königin die das Land in irgendwelche Allianzen hereinzieht und Maria als Tochter eines ehemaligen Königs ohne Land passte perfekt zu diesen Vorgaben. Am 27. Mai 1725 wurde die Verlobung von König Ludwig XV. und Maria Leszczyńska offiziell bekannt gegeben.
 
Am 5. September 1725 fand in Fontainebleau die Trauung des Brautpaares 
statt. Maria war bei der Eheschließung 22 und Ludwig XV. erst 15 Jahre alt.
Trotz des Altersunterschieds und verschiedener Interessen war die Verbindung in den ersten Jahren glücklich. Aus der Ehe gingen elf Kinder hervor, zwei Söhne und neun Töchter. Von dem einzig erwachsen gewordenen Sohn Louis Ferdinand (1729–1765) stammen die folgenden Könige von Frankreich ab. Von den Töchtern wird nur die älteste heiraten, alle anderen blieben ledig.
 
Königin Maria versuchte nur einmal sich in die französische Politik einzumischen, danach wurde sie kalt gestellt und hat es auch nicht wieder versucht. Maria stand, schon wenige Jahre nach der Hochzeit, im Schatten der wechselnden Mätressen ihres Mannes. Die berühmteste dieser Damen war Jeanne-Antoinette Poisson, besser bekannt als Madame de Pompadour. Neben den amouröses Abenteuern ihres Gatten hatte Königin Maria noch weiteres Leid, sie überlebte sieben ihrer elf Kinder.
 
Königin Maria von Frankreich starb am 24. Juni 1768 mit 65 Jahren.
Sie wurde in der Kathedrale von Saint-Denis bestattet.
König Ludwig XV. überlebte seine Gemahlin um sechs Jahre.
Auf den Thron folgte der älteste Enkel als König Ludwig XVI. (1754–1793), er und seine Ehefrau Marie Antoinette werden während der Französischen Revolution hingerichtet.