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Montag, 7. April 2014
Michael Prinz von Preußen (1940–2014)
Michael Prinz von Preußen ist am 3. April 2014 gestorben, er wurde 74 Jahre alt.
Prinz Wilhelm Heinrich Michael Louis Ferdinand Friedrich Franz Wladimir wurde am 22. März 1940 in Berlin als zweiter Sohn von Prinz Louis Ferdinand (1907–1994) und Prinzessin Kira (1909–1967) von Preußen, einer Großfürstin von Russland, geboren. Er war ein Urenkel von Kaiser Wilhelm II.
Der Prinz war von 1966 bis 1882 mit Jutta Jörn (*1943) verheiratet, aus dieser Ehe stammen die Töchter: Micaela (*1967) und Nataly (*1970). Im Juni 1982 schloss er die zweite Ehe mit Brigitte Dallwitz-Wegner (*1939).
Da weder Michael noch sein älterer Bruder Prinz Friedrich Wilhelm (*1939) standesgemäße Ehefrauen, also aus dem Hochadel, ehelichten, ging der Titel des Chef des Hauses Hohenzollern nach dem Tode von Louis Ferdinand Senior, auf den jungen Prinzen Georg Friedrich (dem Sohn des 1977 jung verstorbenen Prinzen Louis Ferdinand Junior) über. Das sorgt bis heute für böses Blut in der Familie.
Michael Prinz von Preußen veröffentlichte mehrere Bücher, darunter seine Memoiren "Ein Preußenprinz zu sein" sowie "Auf den Spuren der deutschen Monarchien" und zuletzt "Friedrich der Große".
Donnerstag, 11. April 2013
Margarete von Angoulême, Königin von Navarra
Margarete hatte einen Bruder, den späteren König Franz I. von Frankreich (1494-1547).
Im Jahre 1509 wurde die 17-jährige Margarete mit Herzog Karl IV. von Alençon (1489-1525) verheiratet. Diese Ehe blieb kinderlos.
1526 heiratete Margarete den König Heinrich II. von Navarra (1503-1555). Margarete, nun Königin, und ihr neuer Ehemann bekommen zwei Kinder: Tochter Johanna (1528–1572), sie wird als Königin Johanna III. von Navarra ihrem Vater auf den Thron folgen, und Sohn Johann (1530) der noch im Jahr seiner Geburt stirbt.
Margarete galt als eine der bedeutendsten Frauen ihrer Zeit. Sie war vielseitig interessiert und trat als Mäzenin für Kunst auf. Auch mit Religionssachen beschäftigte Margarete sich, sie neigte der Reformation und dem Protestantismus zu, was man ihr am Königshof sehr übel nahm.
Margarete ist auch als Autorin hervorgetreten "Das Heptameron" ist ihr bekanntestes Werk. Es wurde 1559 (10 Jahre nach ihrem Tod) von ihrer Tochter Johanna veröffentlicht. Das Buch erlebte seitdem viele Auflagen und wird selbst heute noch im Buchhandel angeboten.
Freitag, 22. Februar 2013
Kurzportrait: Adalbert Prinz von Bayern (1886–1970)
| Prinz Adalbert und seine Ehefrau Auguste |
Prinz Adalbert von Bayern wurde am 3. Juni 1886 in Schloß Nymphenburg geboren.
Er war der zweite Sohn von Prinz Ludwig Ferdinand von Bayern (1859-1949) und der Infantin Maria de la Paz von Spanien (1862-1946).
Nach Abschluß des Abiturs wurde er Offizier und diente im Ersten Weltkrieg an der Front und im Generalstab. Nach Kriegsende studierte er Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.
Prinz Adalbert heiratete Gräfin Auguste von Seefried auf Buttenheim (1899–1978) am 12. Juni 1919 in Salzburg. Die Braut war eine Tochter von Prinzessin Elisabeth von Bayern (1874-1957) und Freiherr Otto von Seefried auf Buttenheim (1870–1951) außerdem eine Urenkelin von Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth von Österreich.
Das Paar bekam zwei Söhne: Konstantin (1920–1969) und Alexander (1923–2001).
Im Zweiten Weltkrieg diente Prinz Adalbert kurzzeitig in der Wehrmacht, musste jedoch 1940 wegen des "Prinzenerlasses" wieder ausscheiden.
Das Ende des Krieges erlebte er in Schloß Hohenschwangau.
Von 1952 bis 1956 war Prinz Adalbert Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Spanien. Auf Grund der engen Verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen dem spanischen und bayerischen Königshäusern war er geradezu prädestiniert für diesen Posten.
Prinz Adalbert veröffentlichte mehrere Bücher zur Geschichte des Hauses Wittelsbach darunter: "Die Wittelsbacher", "Die Herzen der Leuchtenberg" und "Max I. Joseph von Bayern". Sowie das zweibändige Werk "Das Ende der Habsburger in Spanien".
Außerdem gab er die Memoiren seiner Mutter "Vier Revolutionen und einiges dazwischen", und die seiner Tante der Infantin Eulalia "An Europas Fürstenhöfen" heraus.
Im Jahr 1991 wurde posthum seine Autobiographie "Erinnerungen 1900-1956" herausgegeben.
Prinz Adalbert starb mit 84 Jahren am 29. Dezember 1970 in München und ist in der Klosterkirche von Andechs beigesetzt worden.
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