Posts mit dem Label Autobiographie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Autobiographie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 31. Oktober 2022

Prinz Harrys Buch erscheint 2023

 
Die Autobiographie von Prinz Harry, Herzog von Sussex, wird am 10. Januar 2023 auch auf Deutsch erscheinen. Das Buch heißt "Reserve", wird 480 Seiten haben und im Penguin Verlag veröffentlicht werden.

Der englische Titel "Spare" von Harrys Memoiren spielt auf die Bezeichnung heir and spare (deutsch: Erbe und Ersatz) an, in diesem Fall sind damit Prinz William als Erbe und Prinz Harry als Ersatz, falls William und seinen Kindern etwas passieren sollte, gemeint.

Heir and spare geht ursprünglich auf die hohe Kindersterblichkeit im früheren Zeiten zurück, in der nicht sicher war ob und wie viele Nachkommen das Erwachsenenalter erreichen. In Königlichen Familien war es üblich möglichst viele männliche "Ersätze" zu haben, um die Dynastie weiter führen zu können falls der Erbe sterben sollte.

(Foto: Penguin Verlag)

Mittwoch, 16. Januar 2013

Rezension: Memories in the Marble Palace von Grand Duke Gabriel Constantinovich


"Memories in the Marble Palace" ist die Autobiographie von Gabriel Konstantinowitsch (1887-1955), geborener Prinz von Rußland, nach der Russischen Revolution zum Großfürsten ernannt.

Gabriel Konstantinowitsch war der zweite Sohn von Großfürst Konstantin Konstantinowitsch von Rußland (1858–1915), der unter dem Namen KR als Schriftsteller tätig war, und Prinzessin Elisabeth von Sachsen-Altenburg (1865–1927), die in Rußland Großfürstin Elisabeth Mawrikiewna hieß.

Gabriel Konstantinowitsch hatte 8 Geschwister von denen ein Bruder: Oleg (1892–1914) im Ersten Weltkrieg fiel, drei weitere Brüder: Ioann (1886–1918), Konstantin (1891–1918) und Igor (1894–1918) wurden von den Bolschewiki ermordet.

Die Konstantinowitschi lebten hauptsächlich im Marmorpalast in Sankt Petersburg.
Aber auch im Palast in Pawlowsk, wo der Autor geboren wurde.

Die Erinnerungen beginnen wie üblich mit der Kindheit. Alle Kinder der Konstantinowitschi waren schwach und kränklich, was zu vielen Kuraufenthalten auf der Krim und auch im Ausland darunter, Deutschland und Frankreich führte.

Gabriel Konstantinowitsch schreibt auch über den letzten Zaren und seine Familie, für die er viele warme Worte findet. Dagegen schneidet Kaiser Wilhelm II. bei einem Besuch in Berlin schlecht ab.

Der Erste Weltkrieg, die Russische Revolution und die Abdankung von Zar Nikolaus II. veränderten das Leben der Romanows schlagartig, auch Gabriel Konstantinowitsch, der im Gegensatz zu vielen anderen Familienmitgliedern mit dem Leben davon kam und sich nach Paris retten konnte.

Gabriel Konstantinowitsch hatte 1917 nicht standesgemäß (morganatisch) die Ballerina Antonina Raphailowna Nesterowskaja geheiratet, die ihm ins Exil begleitete.
Im Jahre 1951 heiratete er nach dem Tode seiner ersten Frau erneut: Irina Iwanowna Kurakina.
Beide Ehen bleiben Kinderlos.

"Memories in the Marble Palace" erschien erst 2009 auf englisch, es war 1955 auf russisch und französisch erschienen. Das Buch ist im Taschenbuchformat und hat 354 Seiten.
In der Buchmitte sind insgesamt 56 Seiten mit schwarz/weiß Bildern von Personen und Gebäuden aus dem Umfeld des Autoren.
Im Buch sind außerdem Auszüge aus dem Tagebuch von Prinz Oleg abgedruckt, sowie Aufzeichnungen vom Einsatz Gabriel Konstantinowitschs an der Front im Ersten Weltkrieg.

Die Übersetzung russisch-englisch ist nicht die Beste.
Viele Fehler bei Namen und Orten, z. B. Shaumburg Lippe anstatt Schaumburg-Lippe, Kaiser Friedrich Wilhelm III. obwohl Friedrich Wilhelm III. nur König von Preußen war...

Sonst gefällt mir das Buch aber, es hat viele kleine Anekdoten und Neues über die Zarenfamilie.
Ein eintauschen in eine untergegangene Welt der Romanows, geschrieben von einem Romanow.

Montag, 10. Dezember 2012

Rezension: A Romanov Diary: The Autobiography of H.I.& R.H. Grand Duchess George


Hinter Her Imperial & Royal Highness Grand Duchess George verbirgt sich Großfürstin Maria Georgiewna von Rußland (1876-1940), eine geborene Prinzessin von Griechenland.
Maria Georgiewna war die zweite Tochter von König Georg I. von Griechenland (er war eigentlich ein dänischer Prinz und hieß Wilhelm) und seiner Gattin Großfürstin Olga Konstantinowna von Rußland, und Schwester des Königs Konstantin I. von Griechenland.
Sie heiratete Großfürst Georg Michailowitsch von Rußland (1863–1919) und bekam zwei Töchter, die Prinzessinnen Nina (1901–1974) und Xenia (1903–1965).
Die Ehe war nicht glücklich. Maria Georgiewna war mit ihren Töchtern zu Beginn des Ersten Weltkrieges in Großbritannien und blieb dort, ihr Mann wurde von den Bolschewiki erschossen.

Das Buch basiert auf den Aufzeichnungen von Maria Georgiewnas, ihre Enkel gaben die Unterlagen zur Veröffentlichung frei. Herausgegeben wurde es von Marlene A. Eilers und G. Nicholas Tantzos, die auch Anmerkungen, Erklärungen, und Wer-ist-wie-miteinander-Verwandt eingefügt haben.

Es gibt einen Stammbaum und fast 80 schwarz/weiß Fotos und Bilder im Text.
Sogar einen handgezeichneten Plan von Großfürst Georg Michailowitschs Gefängnis, welchen er zur Rettung an seine Frau geschickt hatte. Das hat wie schon erwähnt nichts genützt...

Die Memoiren sind wirklich ein muss für jeden Romanow- und Königshaus Enthusiasten.
Viele Bilder, viele Infos über die Griechischen, Dänischen und Russischen Herrscherfamilien.




Buch-Informationen
Titel: A Romanov Diary: The Autobiography of H.I.& R.H. Grand Duchess George
Autor: Grand Duchess of Russia, George
Verlag: Atlantic Intl Pubns
Jahr: 1988
Seiten: 262
Sprache: Englisch
Format: Gebunden mit Umschlag
ISBN: 0938311093
Preis: