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Donnerstag, 7. Februar 2013

Kurzportrait: Herzogin Marie Gabrielle in Bayern, Prinzessin von Bayern (1878-1912)

Prinzessin Marie Gabrielle mit ihren Söhnen
v.l.n.r. Luitpold, Rudolf & Albrecht

Herzogin Marie Gabrielle in Bayern wurde am 9. Oktober 1878 in Tegernsee im Königreich Bayern geboren.
Sie war eine Tochter von Herzog Carl Theodor in Bayern (1839-1909) und dessen zweiter Ehefrau Infantin Marie José von Portugal (1857–1943).

Marie Gabrielle wurde im Kloster Zangberg in Oberbayern erzogen.

Am 10. Juli 1900 heiratete sie mit 21 Jahren in München den Prinzen Rupprecht von Bayern, Sohn von Prinz Ludwig (später König Ludwig III.) und Prinzessin Marie Therese von Bayern, einer geborenen Erzherzogin von Österreich-Este.

Vier der fünf gemeinsamen Kinder starben früh, der älteste Prinz Luitpold (1901−1914) an Kinderlähmung, Prinzessin Irmingard (1902−1903) an Diphtherie, eine namenlose Tochter wurde 1906 tot geboren und Prinz Rudolf (1909−1912) starb an Diabetes mellitus.
Einzig der Sohn Albrecht (1905−1996) wird das Erwachsenenalter erreichen.

Marie Gabrielle und Rupprecht reisten viel, im Jahre 1903 besuchten sie die Vereinigten Staaten und Japan. In Japan wurde Marie Gabrielle ernsthaft krank.
Nach ihrer Rückkehr musste sie sich in Bayern einer Blinddarmoperation unterziehen, von der sich sich langsam wieder erholte.

In den folgenden Jahren war Marie Gabrielle oft kränklich und verbrachte viel Zeit in deutschen und europäischen Kurbädern. Ihre Gesundheit bessert sich dadurch aber kaum.

Prinzessin Marie Gabrielle von Bayern starb am 24. Oktober 1912 in Sorrento in Italien an Nierenversagen.
Sie wurde nur 34 Jahre alt und in ist in der Theatinerkirche in München beigesetzt.

Ihr Witwer Rupprecht, ab 1913 Kronprinz von Bayern, wird wieder heiraten und 1955 mit 86 Jahren sterben.

Das einzige überlebende Kind von Marie Gabrielle, Prinz Albrecht, wird seinem Vater als Chef des Hauses Wittelsbach nachfolgen. Auch der heutige Chef des Bayerischen Königshauses Franz Herzog von Bayern (*1933) stammt von ihr ab.

Mittwoch, 16. Januar 2013

Margarita Prinzessin von Baden (1932-2013)


Heute am Mittwoch, den 16. Januar 2013 starb in London, Großbritannien mit 80 Jahren Margarita Prinzessin von Baden.

Margarita war das älteste Kind und die einzige Tochter von Berthold Markgraf von Baden (1906-1963) und dessen Gattin Prinzessin Theodora von Griechenland (1906–1969), einer Schwester von Prinz Philip Herzog von Edinburgh. Somit war Margarita väterlicherseits Enkelin von Prinz Max von Baden.

Prinzessin Margarita hinterlässt zwei Kinder, Nikolas (*1958) und Katarina (*1959) aus ihrer geschiedenen Ehe mit Prinz Tomislav von Jugoslawien (1928-2000).

Sonntag, 23. Dezember 2012

Hochzeitsdatum steht fest: Prinzessin Madeleine von Schweden & Christopher O'Neill


Die Schwedische Königsfamilie teilte heute mit, das Prinzessin Madeleine und Chris O'Neill am 08. Juni 2013 in Stockholm heiraten werden.

(Foto Credit: Patrick Demarchelier/Kungahuset.se)

Rezension: Eine Königin macht Politik: Sophie zu Nassau, Königin von Schweden und Norwegen



Eines der Schätze meiner Büchersammlung: Eine Königin macht Politik.
Prinzessin Sophie zu Nassau, Königin von Schweden und Norwegen (1836-1913) 
wurde bisher wenig beachtet und ist heutzutage fast vergessen.

Das Buch ist eine Biographie mit über 90 schwarz/weiß Bildern von Sophie mit ihren Verwandten und Menschen die in ihrem Leben eine wichtige Rolle gespielt haben.
Es ist im Großformat Din A 4.

Anders als der Buchtitel andeutet, behandelt das Buch auch Sophies Familie, Kindheit und Eheschließung mit König Oskar II. von Schweden und Norwegen.
Sowie das Verhältnis zu ihren 4 Söhnen von denen der älteste Gustav V. der nächste König von Schweden wurde.
1905 löste sich Norwegen aus der Verbindung mit Schweden, somit blieb Sophie "nur" noch Königin von Schweden, der norwegische Thron ging an einen dänischen Prinzen.

Sophie blieb zeitlebens politisch sehr stark interessiert, auch an den Ereignissen im Deutschen Reich, Restskandinavien und England, und umgab sich mit einflussreichen Persönlichkeiten.


Fazit: Das bisher einzige Buch über Königin Sophie und was für eins!
          Absolut empfehlenswert.



Buch-Informationen
Titel: Eine Königin macht Politik: Sophie zu Nassau, Königin von Schweden und Norwegen
Autor: Birgitta Eimer
Verlag: Nordbuch
Jahr: 2003

Seiten: 278
Sprache: Deutsch
Format: Gebunden ohne Umschlag

ISBN: 3000113770
Preis:
Verlag gibt es nicht mehr, im Handel nicht mehr erhältlich, nur noch second hand

Montag, 10. Dezember 2012

Rezension: A Romanov Diary: The Autobiography of H.I.& R.H. Grand Duchess George


Hinter Her Imperial & Royal Highness Grand Duchess George verbirgt sich Großfürstin Maria Georgiewna von Rußland (1876-1940), eine geborene Prinzessin von Griechenland.
Maria Georgiewna war die zweite Tochter von König Georg I. von Griechenland (er war eigentlich ein dänischer Prinz und hieß Wilhelm) und seiner Gattin Großfürstin Olga Konstantinowna von Rußland, und Schwester des Königs Konstantin I. von Griechenland.
Sie heiratete Großfürst Georg Michailowitsch von Rußland (1863–1919) und bekam zwei Töchter, die Prinzessinnen Nina (1901–1974) und Xenia (1903–1965).
Die Ehe war nicht glücklich. Maria Georgiewna war mit ihren Töchtern zu Beginn des Ersten Weltkrieges in Großbritannien und blieb dort, ihr Mann wurde von den Bolschewiki erschossen.

Das Buch basiert auf den Aufzeichnungen von Maria Georgiewnas, ihre Enkel gaben die Unterlagen zur Veröffentlichung frei. Herausgegeben wurde es von Marlene A. Eilers und G. Nicholas Tantzos, die auch Anmerkungen, Erklärungen, und Wer-ist-wie-miteinander-Verwandt eingefügt haben.

Es gibt einen Stammbaum und fast 80 schwarz/weiß Fotos und Bilder im Text.
Sogar einen handgezeichneten Plan von Großfürst Georg Michailowitschs Gefängnis, welchen er zur Rettung an seine Frau geschickt hatte. Das hat wie schon erwähnt nichts genützt...

Die Memoiren sind wirklich ein muss für jeden Romanow- und Königshaus Enthusiasten.
Viele Bilder, viele Infos über die Griechischen, Dänischen und Russischen Herrscherfamilien.




Buch-Informationen
Titel: A Romanov Diary: The Autobiography of H.I.& R.H. Grand Duchess George
Autor: Grand Duchess of Russia, George
Verlag: Atlantic Intl Pubns
Jahr: 1988
Seiten: 262
Sprache: Englisch
Format: Gebunden mit Umschlag
ISBN: 0938311093
Preis:

Freitag, 7. Dezember 2012

Kurzportrait: Augusta von Cambridge, Großherzogin von Mecklenburg-Strelitz (1822-1916)


Vor 96 Jahren, am 05.12.1916 inmitten des Ersten Weltkrieges starb die vorletzte Großherzogin von Mecklenburg-Strelitz, Prinzessin Augusta von Cambridge, im hohen Alter von 94 Jahren.

Sie wurde am 19.07.1822 in Hannover geboren, ihre Eltern waren Prinz Adolphus Herzog von Cambridge, der von 1816-1837 als Vizekönig im Königreich Hannover für seine Brüder, die Britischen Könige Georg IV. und Wilhelm IV. regierte, und Prinzessin Auguste von Hessen-Kassel.

Prinzessin Augusta heiratete am 28.06.1843 in London den Erbgroßherzog Friedrich Wilhelm von Mecklenburg-Strelitz. Das Paar bekam zwei Söhne, von denen nur der Zweitgeborene der spätere Großherzog Adolf Friedrich V. (1848-1914) überlebte.

Augusta hatte engen Kontakt mit ihrer Nichte Prinzessin Mary von Teck, der späteren Königin von Großbritannien.

Im Jahre 1903 feierten Augusta und Friedrich Wilhelm ihre Diamantene Hochzeit, sie waren seit 60 Jahren verheiratet.

Nach dem Tod ihres Mannes 1904 folge ihm der gemeinsame Sohn als Großherzog.
Augusta überlebte auch ihn. Adolf Friedrich V. starb am 11.06.1914 mit 65 Jahren, nur kurz darauf brach der Große Krieg aus. Mit Kriegsbeginn fiel durch Beschluß des Britischen Parlamentes die Pension weg, die Augusta als Mitglied des Britischen Königshauses zustand.

Nach ihrem Tod wurde Augusta auf der Mirower Schlossinsel beigesetzt.