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Mittwoch, 23. Dezember 2020

Mecklenburg: Erbprinz hat sich verlobt


Wie das Haus Mecklenburg-Strelitz auf seinen Social Media Kanälen mitteilt, hat sich Erbprinz Alexander mit seiner Freundin Hande Macit verlobt. Das Paar lebt in Rotterdam. Hande nimmt Religionsunterricht, um zur Römisch-katholischen Kirche überzutreten, der ihr zukünftiger Ehemann angehört. Dazu lernt sie noch deutsch.

Erbprinz Alexander von Mecklenburg-Strelitz, Herzog zu Mecklenburg, wurde am 17. Juli 1991 in Freiburg geboren. Er ist das zweite Kind und der erste Sohn von Herzog Borwin und Herzogin Alice zu Mecklenburg.

Hande Macit stammt aus der Türkei, wo sie am 16. September 1992 zur Welt kam. Seit 2010 lebt sie in den Niederlanden, wo sie studierte und inzwischen als Geschäftsfrau ihre eigene Joghurt-Herstellung betreibt.

Wann die Hochzeit stattfindet und wo ist bisher nicht bekannt. 

(Foto: Haus Mecklenburg-Strelitz, Twitter)

Sonntag, 8. September 2019

Montenegro: Ausstellung über Jutta von Mecklenburg-Strelitz


Ich freue mich ja immer, wenn das Leben heute eher unbekannter deutschen Prinzessinnen gewürdigt wird, wie jetzt das von Jutta von Mecklenburg-Strelitz, Gattin des Kronprinzen Danilo von Montenegro und später für kurze Zeit (Titular-)Königin* des Balkanlandes. Nach dem Übertritt zur Orthodoxie und ihrer Hochzeit im Jahr 1899 nahm Jutta den Namen Militza an.

Zum 120. Hochzeitstag von Jutta/Militza und Danilo wird es Ende September in Cetinje eine Ausstellung über Juttas Leben geben. Außerdem werden ihre Memoiren auf Deutsch und Montenegrinisch veröffentlicht und von der Montenegrinischen Akademie der Wissenschaften herausgegeben. Ich hoffe sehr, dass die Erinnerungen auch in Deutschland erhältlich sein werden.

Quelle: Strelitzius Blog



* Nach dem Ersten Weltkrieg war Montenegro Teil des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen geworden und die Montenegrinische Königsfamilie ging ins Exil.

(Foto: Public domain)

Dienstag, 31. Juli 2018

Carl Gregor Herzog von Mecklenburg-Strelitz (1933–2018)


Am 23. Juli 2018 ist Carl Gregor Herzog von Mecklenburg-Strelitz mit 85 Jahren in Hechingen gestorben.

Carl Gregor Georg Friedrich Franz Heinrich Norbert Wenceslaus Johann Nepomuk Lazarus Clemens Maria de Mercede et omnes sancti Herzog von Mecklenburg-Strelitz wurde am 14. März 1933 in Remplin geboren. Er war der Sohn von Georg Herzog von Mecklenburg-Strelitz, Graf von Carlow (1899–1963) und dessen erster Ehefrau Irina Raievskya (1892–1955). 

Er hatte vier Geschwister: Georg (1921–1996), Alexander (1922–1922), und Helene (1924–1962), sowie aus der ersten Ehe der Mutter die Halbschwester Gräfin Irina Tolstoi (1917–1998), die in das Haus Isenburg einheiratete, und die Großmutter von Sophie Prinzessin von Preußen, der Ehefrau von Prinz Georg Friedrich, des heutigen Chef des Hauses Hohenzollern, wurde. Durch die zweite Ehe seines Vaters wurde ab 1956 Erzherzogin Charlotte von Österreich, eine der Töchter des letzten österreichischen Kaisers Karl I., zu Carl Gregors Stiefmutter.

Carl Gregor studierte ab 1954 Kunst- und Musikwissenschaft und Geschichte in Konstanz und Tübingen, welches er 1964 mit Magister abschloss. Später arbeitete er als Assistent für Kunstgeschichte in Stuttgart und am Amt für Landesdenkmalpflege in Tübingen.


In Hechingen fand am 18. Dezember 1965 die Standesamtliche Trauung mit Maria Margarethe Prinzessin von Hohenzollern (1928
–2006), der einzigen Tochter von Prinz Franz Joseph von Hohenzollern-Emden (1891–1964) und dessen Gattin Prinzessin Maria Alix von Sachsen (1901–1990) statt. Die kirchliche Eheschließung folgte am 23. April 1966 auf der Burg Hohenzollern. Das Paar blieb ohne Kinder.
Wo und wann Herzog Carl Gregor beigesetzt wird, steht noch nicht fest.

Dienstag, 24. Januar 2017

Erste Biographie über deutsche Kurzzeit-Königin von Montenegro


Laut dem Blog strelitzius schreiben die montenegrinische Germanistin Dr. Neda Donat und die Autorin Sandra Lembke ("Gäste am Mecklenburg-Strelitzer Hof") ein Buch über Herzogin Jutta zu Mecklenburg-Strelitz (1880–1946), spätere Kronprinzessin Militza von Montenegro, und für eine Woche sogar Königin des kleinen Balkanlandes - allerdings im Exil.  

Jutta war die jüngere Tochter von Großherzog Adolf Friedrich V. (1848–1914) und dessen Gattin Prinzessin Elisabeth von Anhalt (1857–1933). Sie ist nach Luise (Preußen), Friederike (Hannover) und Sophie Charlotte (Großbritannien), die vierte Königin die das Fürstenhaus Mecklenburg-Strelitz hervorbrachte.

Montag, 9. September 2013

Rezension: Herzoghaus Mecklenburg-Strelitz. Von gekrönten Häuptern, blaublütigen Kuckuckskindern und der Mirower Fürstengruft von Helmut Borth


Heute stelle ich das Buch Herzoghaus Mecklenburg-Strelitz vor, welches sich mit den Insassen der Mirower Fürstengruft beschäftigt. Die Herzöge (später Großherzöge) von Mecklenburg-Strelitz regierten in ihrem Herrschaftsbereich von 1701 bis 1918. Von den Särgen die sich in der Gruft befinden, sind 45 mit Namen identifiziert, während neun bis heute unbekannt sind.

In den 27 Kapiteln des Buches geht es aber nicht nur um die Mitglieder des Hauses Mecklenburg-Strelitz sondern auch um die Geschichte Mirows. Die Kapitel sind recht kurz, die meisten nur zwischen 3 bis 9 Seiten lang, eine Ausnahme bildet "Im Schatten der königlichen Schwester" das über 30 Seiten zählt. Das Buch ist mit 85 Abbildungen in schwarz-weiß illustriert. Es enthält außerdem eine Skizze der Gruft und die Totenliste der Begrabenen. Am Ende ist der Anhang mit Anmerkungen und Quellen, einem Glossar und Bildnachweisen sowie Infos zum Autor zu finden.

Insgesamt 54 Angehörige des Hauses Mecklenburg-Strelitz sind im Laufe der Jahrhunderte in der Mirower Fürstengruft bestattet worden. 29 Särge, drei davon leer, sind noch erhalten, 21 davon stehen im großen Raum des 1819 erfolgten Anbaus, von dessen kleineren Vorraum man einen Blick auf sie und den oberen Raum der alten Gruft werfen kann. Herzoghaus Mecklenburg-Strelitz, Seite 11

In der Fürstengruft auf der Schlossinsel zu Mirow liegen unter anderem Karl II. und Friederike,
die Eltern der legendären preußischen Königin Luise, Christiane und Adolph Friedrich IV. die als "Christelschwester" und "Dörchläuchting" in die Literatur eingegangen sind und Geschwister der britischen Königin Charlotte waren, sowie der vorletzte Großherzog Adolf Friedrich V. und seine Gattin Elisabeth. Der letzte Großherzog Adolf Friedrich VI. wurde als Selbstmörder nicht in der Gruft, sondern in der Nähe, auf der Liebesinsel, beigesetzt.


Das Haus Mecklenburg-Strelitz war weit verzweigt, Töchter und Söhne der Familie heirateten in die Königshäuser von Dänemark, Großbritannien, Russland und in die kleineren und größeren deutschen Fürsten- und Königshäuser. Als Schwager von König Georg III. von Großbritannien wurde Herzog Ernst zum Gouverneur von Celle ernannt, Herzog Georg heiratete eine russische Großfürstin, bleib in Russland, wurde dort zum General und Stammvater des russischen Zweiges der Herzöge von Mecklenburg-Strelitz. Der "Steinreiche Geizhals" Großherzog Friedrich Wilhelm machte mit Augusta von Cambridge eine glänzende Partie, er schaffte es in seiner Regierungszeit ein sehr großes Vermögen anzuhäufen, den sogenannten Blinden Hausschatz. Als letztes Mitglied des Hauses Mecklenburg-Strelitz wurde 1996 Georg Alexander Herzog zu Mecklenburg in der Gruft beigesetzt.

Im Lagerraum für die Ewigkeit liegen die Hoheiten, aus dem 17. bis zum 20. Jahrhundert, Seite an Seite, die letzt Ruhe haben sie auf der Mirower Schlossinsel gefunden.



Meine Meinung:
 
Das Buch ist kurzweilig, bei 27 Kapiteln auf 216 Seiten kann man nicht mehr erwarten.
Die vielen Kurzbiographien machen jedenfalls Lust auf mehr.
 Positiv ist, dass es sich jemand mit dem Haus Mecklenburg-Strelitz beschäftigt,
die kleineren Fürstenhäuser werden (wie ich finde) arg vernachlässigt.
Positiv hervorzuheben sind die Bilder und die Skizze der Fürstengruft.
Als Kritikpunkt habe ich anzumerken, dass es keinen Stammbaum gibt,
für die bessere Übersicht wäre das wünschenswert gewesen.
Es gibt auch bei Namen und Daten im Text kleinere Fehler.
Trotzdem hat mich das Buch gut unterhalten.



Erhältlich bei: Steffen Verlag oder im Buchhandel




Buch-Information
Verlag: Steffen, Friedland; Auflage: 2 (28. Februar 2013), Broschur, 216 Seiten
ISBN: 3942477068, Sprache: Deutsch, Format: 20,6 x 13,8 x 1,6 cm
Preis: 14,95 €

Mittwoch, 23. Januar 2013

Kurzportrait: Charlotte von Mecklenburg-Strelitz, Herzogin von Sachsen-Hildburghausen (1769–1818)


Herzogin Charlotte von Mecklenburg-Strelitz wurde am 17. November 1769 in Hannover geboren.
Ihre Vater war Herzog Karl II. zu Mecklenburg-Strelitz (1741-1816) und ihre Mutter Prinzessin Friederike von Hessen-Darmstadt (1752-1782).

Charlotte war das älteste Kind der Familie, ihr sollten noch 9 weitere folgen, von denen aber nur vier überlebten: Therese (1773-1839) die später Fürstin von Thurn und Taxis wurde, Luise (1776-1810) die legendäre Königin von Preußen, Friederike (1778-1841) die insgesamt dreimal heiratet und Königin von Hannover wird, sowie Georg (1779-1860) der zum ersten Großherzog von Mecklenburg-Strelitz wird. Bei der Geburt ihres zehnten Kindes starb die Mutter Herzogin Friederike. 

1785 mit 16 Jahren heiratete Herzogin Charlotte den Herzog Friedrich von Sachsen-Hildburghausen (1763-1834) mit dem sie zwar 12 Kinder aber keine gute Ehe hatte.

Ihre überlebenden Kinder waren: die regierenden Herzöge Joseph (1789-1868) & Georg (1796-1853), sowie die Prinzen Friedrich (1801–1870) und Eduard (1804–1852) und die Töchter Charlotte (1787–1847), Therese (1792–1854) die Königin von Bayern wurde, und Luise (1794–1825).

Charlotte, die neue Herzogin von Sachsen-Hildburghausen, liebte Literatur und Musik.
Wegen ihrer Sangeskünste wurde sie liebevoll "Singlotte" genannt.

Am 14. Mai 1818 nach längerer Krankheit ist Herzogin Charlotte in Hildburghausen gestorben und wurde auch dort bestattet.

Freitag, 7. Dezember 2012

Kurzportrait: Augusta von Cambridge, Großherzogin von Mecklenburg-Strelitz (1822-1916)


Vor 96 Jahren, am 05.12.1916 inmitten des Ersten Weltkrieges starb die vorletzte Großherzogin von Mecklenburg-Strelitz, Prinzessin Augusta von Cambridge, im hohen Alter von 94 Jahren.

Sie wurde am 19.07.1822 in Hannover geboren, ihre Eltern waren Prinz Adolphus Herzog von Cambridge, der von 1816-1837 als Vizekönig im Königreich Hannover für seine Brüder, die Britischen Könige Georg IV. und Wilhelm IV. regierte, und Prinzessin Auguste von Hessen-Kassel.

Prinzessin Augusta heiratete am 28.06.1843 in London den Erbgroßherzog Friedrich Wilhelm von Mecklenburg-Strelitz. Das Paar bekam zwei Söhne, von denen nur der Zweitgeborene der spätere Großherzog Adolf Friedrich V. (1848-1914) überlebte.

Augusta hatte engen Kontakt mit ihrer Nichte Prinzessin Mary von Teck, der späteren Königin von Großbritannien.

Im Jahre 1903 feierten Augusta und Friedrich Wilhelm ihre Diamantene Hochzeit, sie waren seit 60 Jahren verheiratet.

Nach dem Tod ihres Mannes 1904 folge ihm der gemeinsame Sohn als Großherzog.
Augusta überlebte auch ihn. Adolf Friedrich V. starb am 11.06.1914 mit 65 Jahren, nur kurz darauf brach der Große Krieg aus. Mit Kriegsbeginn fiel durch Beschluß des Britischen Parlamentes die Pension weg, die Augusta als Mitglied des Britischen Königshauses zustand.

Nach ihrem Tod wurde Augusta auf der Mirower Schlossinsel beigesetzt.