Posts mit dem Label Kaiserin Elisabeth von Österreich werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kaiserin Elisabeth von Österreich werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 28. Oktober 2020

Ausstellung: Sisi privat. Die Fotoalben der Kaiserin

 
Im Museum Ludwig in Köln kann man vom 24. Ok­to­ber 2020 bis zum 21. Fe­bruar 2021 die Ausstellung "Sisi privat. Die Fotoalben der Kaiserin" besuchen.

"Wie viele Frauen ge­hoben­er Stände, sam­melte auch Elis­a­beth von Öster­reich-Un­garn, ge­nan­nt Sisi, in den 1860er Jahren Porträt­fo­to­gra­fien – es war en vogue. Das Mu­se­um Lud­wig ver­wahrt achtzehn ihr­er Al­ben mit ca 2.000 Fo­to­gra­fien im so­ge­nan­n­ten Carte de Visite For­mat; dies sind auf Kar­ton fixierte Fo­to­gra­fien im For­mat von cir­ca 6 x 9 cm. Da­rauf zu se­hen sind Adelige – viele Mit­glied­er von Elis­a­beths Fam­i­lie –, Berühmtheit­en und Kunst­w­erke. Erst in den let­zten Jahren wur­den solche Al­ben als krea­tive Col­la­gen, Ideen­räume für soziale Ge­füge und als Medi­um der Selb­stre­flexion wied­er­ent­deckt. Un­ter den achtzehn Al­ben der Kais­erin fin­d­en sich auch drei „Schön­heit­en-Al­ben“. „Ich lege mir ein Schön­heit­en-Al­bum an und sam­mele nun Pho­to­gra­phien, nur wei­bliche dazu. Was Du für hüb­sche Gesichter auftreiben kannst beim An­ger­er und an­deren Pho­to­graphen, bitte ich Dich, mir zu schick­en“, schrieb sie ihrem Sch­wa­ger Erzher­zog Lud­wig Vik­tor 1862 aus Venedig. Über den Min­is­ter des Äußeren ging jene Bitte kurz da­rauf auch an die Botschafter Öster­reichs in Kon­s­tantinopel, St. Peters­burg, Paris, Lon­don und Ber­lin."


Montag, 3. April 2017

Königliche Cousinen: Drei Elisabeths - Sisis Enkeltöchter




















Alle drei obrigen Prinzessinnen sind Cousinen, aber ein gemeinsames Foto gibt es nicht, was wohl vor allem auf den großen Altersunterschied zurück geht. Kaiserin Elisabeth war für alle ihrer drei Enkelinnen Taufpatin.

Links ist Prinzessin Elisabeth von Bayern (1874–1957) abgebildet. Sie war die älteste Tochter von Erzherzogin Gisela und deren Ehemann Prinz Leopold von Bayern, und das erste Enkelkind von Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth. Sie sorgte 1893 mit ihrer heimlichen Hochzeit mit einem protestantischen und dazu noch unebenbürtigen Freiherrn namens Otto von Seefried auf Buttenheim (1870–1951) für einen Skandal. Die Ehe wurde glücklich und Elisabeth brachte zwischen 1895 und 1904 fünf Kinder zur Welt. Die Familie lies sich in Österreich nieder und wurde in den Grafenstand erhoben. 
Gräfin Elisabeth von Seefried auf Buttenheim wurde 83 Jahre alt.


In der Mitte ist Erzherzogin Elisabeth von Österreich (1883–1963) zu sehen. Sie war das einzige Kind von Kronprinz Rudolf und Prinzessin Stephanie von Belgien. Nach dem Selbstmord ihres Vaters wurde Elisabeth von ihrem Großvater Franz Joseph verwöhnt. 1902 setzte sie ihre Ehe mit Prinz Otto zu Windisch-Graetz durch. Aus der nicht glücklichen Verbindung stammten drei Söhne und eine Tochter. Das Paar trennte sich und wurde 1924 (möglicherweise auch erst 1948) geschieden. Nach dem Ende der österreich-ungarischen Monarchie wandte sich Elisabeth der Sozialdemokratie zu und wurde so als "Rote Erzherzogin" bekannt. 
1948 heiratet sie den Politiker Leopold Petznek, mit dem sie seit 1921 bekannt war. Elisabeth Petznek ist mit 79 Jahren gestorben.


Das Foto der Erzherzogin Elisabeth von Österreich-Toskana (1892–1930) befindet sich rechts. "Ella" war das älteste von zehn Kindern von Erzherzogin Marie Valerie und deren Gatten Erzherzog Franz Salvator von Österreich, aus der Toskana-Linie der Habsburger. Im September 1912 ehelichte sie Graf Georg von Waldburg zu Zeil und Hohenems, der eigentlich Lehrer für ihre jüngeren Brüder war. Aus der glücklichen Ehe gingen vier Kinder hervor. Gräfin Elisabeth von Waldburg zu Zeil und Hohenems verstarb als jüngste der drei Cousinen mit 38 Jahren an einer Lungenentzündung.

Freitag, 24. April 2015

Kaiserin-Elisabeth-Denkmal auf Madeira


Am 24. April 1854 - also heute vor 161 Jahren - heiratete Herzogin Elisabeth in Bayern den Kaiser Franz Joseph I. von Österreich in Wien.

Auch auf Madeira hat die reiselustige Kaiserin ihre Spuren hinterlassen, sie weilte 1860 wegen einer Kur (oder auch um vom ungeliebten Wiener Hof wegzukommen) hier. Das Kaiserin-Elisabeth-Denkmal ist im Casino-Park der Hauptstadt Funchal zu finden.



  


 
(Alle Fotos Copyright: Königlicher Beobachter) 

Donnerstag, 15. Januar 2015

Rezension: Das Tagebuch der Gräfin Marie Festetics: Kaiserin Elisabeths intimste Freundin von Gudula Walterskirchen und Beatrix Meyer


Heute stelle ich mal wieder ein Buch vor: Das Tagebuch der Gräfin Marie Festetics. Das Werk hat 303 Seiten, die in 8 Kapitel unterteilt sind sowie 13 Abbildungen. Die hier abgedruckten Tagebucheinträge der Gräfin stammen aus den Jahren 1871 bis 1884, 1904 bis 1906 und von 1917 bis 1918. Es fehlen also die Geschehnisse aus den Jahren 1889 - dem Selbstmord von Kronprinz Rudolf in Mayerling - und die Ermordung der Kaiserin Elisabeth in Genf im Jahre 1898.

In dem ersten Abschnitt wird Gräfin Marie Festetics vorgestellt, sie entstammt einer alten kroatischen Adelsfamilie die sich in Österreich-Ungarn niedergelassen hatte. Auch wird die Familie der Gräfin, ihre Eltern und Geschwister, beschrieben. Der Festetics-Stammbaum im Anhang erweist sich als hilfreich, um die vielen Geschwister der Gräfin Marie zu unterscheiden. Trotz vieler Schicksalsschläge bleiben sich die Familienmitglieder eng verbunden, wie man den Aufzeichnungen der Gräfin entnehmen kann.

Als junge Frau aus gutem Hause wird Gräfin Marie Festetics an den kaiserlichen Hof berufen. Sie diente hier zuerst als Hofdame der Erzherzogin Clotilde, der Gattin von Erzherzog Joseph Karl von Österreich, der aus der ungarischen Linie der Habsburger stammte. Später wird Gräfin Marie, durch die Vermittlung ihres väterlichen Freundes Ferenc Deák, von der Kaiserin Elisabeth als Hofdame angefordert. Als Ungarin ist die Gräfin nicht bei allen am Wiener Hof gern gesehen, vor allem die Mutter des Kaisers, Erzherzogin Sophie, und deren Hofstaat behandeln sie abweisend.

Gräfin Marie Festetics war eine sehr gebildete und politisch interessierte Frau, sie verbanden enge Freundschaften zu zwei der wichtigsten Männer Ungarns, den bereits erwähnten Ferenc Deák und Graf Gyula Andrássy. Für letzteren schwärmte die Gräfin heimlich in ihrem Tagebuch. Als Hofdame in kaiserlichen Diensten galt für Gräfin Marie das Heiratsverbot, wollte sie heiraten musste der Dienst quittiert werden. Doch trotz vieler Bewerber um ihre Hand, unter andrem ein adeliger Russe und ein Mitglied des Hofstaats des exilierten Königs von Neapel-Sizilien, blieb die Gräfin ledig. Was an ihrer Herrin, der Kaiserin, lag. Sie verbot jede Eheschließung ihrer Vertrauten und wollte sie um sich haben.

An der Seite des Kaiserin erlebte Gräfin Marie nicht nur schöne Zeiten, andere Höflinge machten ihr das Leben schwer. Die Gräfin war eine ehrliche Frau und hasste Getratsche, Pech nur das alle anderen Personen am Kaiserhof gerade diese Beschäftigung liebten. So war Gräfin Marie ständig in Intrigen und Verleumdungen verwickelt, sowie von Menschen umgeben, die über die bei ihnen unbeliebte Kaiserin herzogen.

Durch die Aufzeichnungen der Gräfin wird man die Geschwister der Kaiserin Elisabeth mit ganz anderen Augen sehen. Vor allem Königin Marie von Neapel kommt hier nicht gut weg, sie verbreitet Gerüchte und spinnt schließlich auch Intrigen gegen Gräfin Marie. Kaiserin Elisabeth lässt ihren Brüdern und Schwestern einiges durchgehen, wie auch ihrer jüngsten Tochter Erzherzogin Marie Valerie. Die kleine Erzherzogin mochte die Gräfin nicht.

Das Verhältnis der Gräfin Marie zu Kaiserin Elisabeth war nicht frei von Konflikten, manchmal haderte die Gräfin mit ihrem Schicksal, und damit auf eine eigene Familie zu verzichten um für ihre Herrin da zu sein. Aber immer trug "Sie" den Sieg davor:

Es hat mich dann so erschüttert, daß ich bis an mein Lebensende weder die Stimme, noch die Augen, noch dies Liebe vergessen werde. Jetzt weiß ich, warum ich auf der Welt bin! Mit Leib und Seele Ihr zu dienen bis zum letzten Athemzug in Treue, Liebe und Ergebenheit. Das Tagebuch der Gräfin Marie Festetics, Seiten 104-105

In ihrem Tagebuch beschreibt Gräfin Marie auch die schlechten Eigenschaften und Fehler ihrer Kaiserin. Aber sie beliebt stets nachsichtig und bewundernd. Die Gräfin notierte auch Gespräche die die beiden führten. Gräfin und Kaiserin wurden mit der Zeit immer mehr zu Vertrauten, so weit es ihre unterschiedlichen Stände zuließen.

Die Ruhelosigkeit der Kaiserin Elisabeth sorgte dafür das Gräfin Marie viel von der Welt sah. Sie begleitete ihre Majestät unter anderem nach England und Irland, wo die Kaiserin fanatisch den Reitsport betrieb. Auch Reisen nach Madeira und Korfu machte die Gräfin mit. Auch in der Habsburgermonarchie hielt man sich öfter auf, wie in Schloss Miramar in Triest oder im ungarischen Schloss Gödöllő. Auch die Verwandtschaft der Kaiserin wurde besucht, wie Königin Marie von Bayern, die Mutter der Könige Ludwig II. und Otto. Auch Kaiser Pedro II. von Portugal und Königin Victoria von Großbritannien tauchen im Tagebuch der Gräfin Marie auf. Besonderes Interesse hatte die Gräfin an der russischen Zarenfamilie, sie beschreibt den Zaren Alexander II und seine Frau Maria Alexandrowna, sowie den Zarewitsch Alexander (III.) und dessen Gattin Dagmar von Dänemark. Auch über die "Geisteskranke" Kaiserin Charlotte von Mexiko weiß sie einiges zu berichten.

Die Gräfin Marie war auch kulturell interessiert und lernte neben Richard Wagner, dessen Musik sie sehr verehrte, auch Franz Liszt und andere Künstler kennen. Neben der Kultur war die Politik eine der größten Leidenschaften der Gräfin. Mit diversen Politikern befreundet, hält sie auch ihre Eindrücke zur österreich-ungarischen Innen- und Außenpolitik in ihrem Tagebuch fest. Auch den Fall des letzten Kaisers Karl I. und das Ende der Monarchie sieht sie voraus.

Die Jahre nach ihrer Entlassung aus dem Hofdienst verbringt Gräfin Marie mit der wehmütigen Erinnerung an ihre Kaiserin. Sie besucht Orte wohin sie zusammen gereist waren und trauert der gemeinsamen Zeit nach. Über die Jahre hat die Gräfin alle ihre Familienangehörigen verloren, die von ihrem Geld zurückgekauften Familiengüter kamen ihnen nicht mehr zu Gute.

Zu den Tagebucheinträgen haben die Herausgeberinnen informative Texte beigesteuert. Im Anhang findet sich noch eine Zeittafel, Quellen- und Literaturangaben, zwei Festetics-Stammbäume und das Personenregister.



Meine Meinung:
 
Die Gräfin Marie war eine sehr sympathische Person, ihr Tagebuch ist interessant zu lesen.
Die Einblicke in den Hofalltag und die Wiedergabe der Gespräche
mit Kaiserin Elisabeth gefallen mir sehr gut.
Die Meinungen der Gräfin zu den anderen Habsburgern sowie zu der bayerischen Familie
der Kaiserin ist sehr unterhaltsam.
Die bereits erwähnten Stammbäume der Festetics sind ebenfalls lobenswert.
Der Bildteil umfasst leider nur zwei Bilder der Gräfin Marie, ich hätte gerne mehr von ihr
und auch von ihrer Familie gesehen
Alles im allen ein gutes Buch und absolut empfehlenswert.




Erhältlich bei: Residenz Verlag oder im Buchhandel



Buch-Information
Verlag: Residenz (2014), Gebunden mit Umschlag, 304 Seiten
ISBN:  978-3701733385, Sprache: Deutsch, Format: 140 x 220
Preis: 24,90 €

Montag, 11. August 2014

Neues Buch: Das Tagebuch der Gräfin Marie Festetics


Am 4. September 2014 erscheint im Residenz Verlag ein neues Buch zu Kaiserin Elisabeth:
Das Tagebuch der Gräfin Marie Festetics
Kaiserin Elisabeths intimste Freundin

Charakter der Kaiserin, Politik und Intrigen am Wiener Hof

Die hochintelligente und bildschöne Hofdame Gräfin Marie Festetics, die engste Freundin Kaiserin Elisabeths, führte über Jahrzehnte hinweg ein ausführliches Tagebuch. Diese sensationelle Quelle wird nun erstmals umfangreich veröffentlicht. Auf mehr als 2000 Seiten beschrieb Festetics ungeschminkt das Leben am Kaiserhof und seine Intrigen, vor allem gegen die von ihr so verehrte Kaiserin. Die Hofdame analysiert "Sisis" Charakter und berichtet über die Gefühle der Kaiserin und die Beziehung zu Kaiser Franz Joseph; sie urteilt messerscharf über die kaiserliche Verwandtschaft und die bedeutenden Persönlichkeiten ihrer Zeit. Ein faszinierendes Diarium!

Freitag, 1. November 2013

Rezension: Sisi und das Salzkammergut von Katrin Unterreiner


Dieses Buch widmet sich dem Verhältnis Sisis zum Salzkammergut. Auf 189 Seiten erfährt der Leser wo sich die Kaiserin aufhielt, was sie in der Freizeit tat und was ihr sonst noch wichtig war. Das Buch ist reich illustriert mit 96 Abbildungen in Farbe und schwarz-weiß. Sisi kommt in ihren vielen Gedichten, die im Buch zitiert wurden, selber zu Wort.

Das erste Kapitel beleuchtet die Verlobung von Sisi und Kaiser Franz Joseph, die 1853 im Salzkammergut, genauer in Ischl, statt fand. Die Villa in der das Ereignis gefeiert wurde, kaufte Erzherzogin Sophie, die Mutter Franz Josephs, und schenke sie dem Brautpaar zur Hochzeit. Das zweite Kaitel dreht sich um die eben erwähnte Kaiservilla, die als Sommersitz des kaiserlichen Paares diente. In nächstem Abschnitt wird der kaiserliche Alltag in der Sommerfrische Ischls beschrieben. Kaiserin Elisabeth mied den Wiener Hof wo sie konnte, aber das Gebiet um Ischl suchte sie immer wieder auf, hier fand sie Ruhe und konnte nach ihren eigenen Regeln leben. Einen großen Teil ihrer Zeit nahm auch hier die Pflege von Sisis Haaren und der von ihr betriebene Körperkult ein. Weiter geht es mit Sisis Marmorschlössl, wohin sie sich gerne vor der Welt zurückzog. In späteren Jahren dichtete Elisabeth hier auch viele ihrer Gedichte.  

In Ischl durfte jeder ungestört seinen Interessen nachgehen: Franz Joseph ging auf die Jagd, die Kinder tollten den ganzen Tag im Freien herum und Elisabeth machte lange Spaziergänge oder Bergtouren, schrieb Gedichte - und widmete sich ihrer Schönheitspflege, die auch hier einen Großteil ihres Tagesablaufes einnahm. 
Sisi und das Salzkammergut, Seite 37
  
Dem Wandern und Bergsteigen der Kaiserin wurde ebenfalls ein eigenes Kapitel gewidmet. Hier erfährt man, dass Sisi eine begeisterte Bergsteigerin war, und die höchsten Berggipfel - mit und ohne Führer - bestieg. Auch ihre Wanderlust - eher Gewaltmärsche die manchmal bis zu 9 Stunden dauerten und einige ihrer Hofdamen mehr tot als lebendig ankommen ließen - sind thematisiert. Zu einem der Lieblingsplätze der Kaiserin zählte der Kurort Bad Gastein. Auch dort wurde wieder fleißig im Gebirge geklettert.

Im nächsten Teil steht Erzherzogin Marie Valerie, die Lieblingstochter der Kaiserin, im Mittelpunkt. Sie heiratete in Ischl ihren Verlobten Erzherzog Franz Salvator, der aus der Toskana-Linie des österreichischen Kaiserhauses stammte. Marie Valerie erbte nach dem Tode ihres Vaters Kaiser Franz Joseph die Ischler Kaiservilla, sie ist noch heute im Besitz ihrer Nachkommen. Auch "die Freundin" des Kaisers, die Burgtheater-Schauspielerin Katharina Schratt, hatte in der Sommerzeit ihren Wohnsitz in Ischl. Im vorletzten Kapitel wird auf die Dreiecksbeziehung Franz Joseph - Elisabeth - Katharina Schratt eingegangen. Hier kann man lesen warum die Kaiserin ihren Gatten mit der Schratt bekannt gemacht hat und welche Rolle sie im Leben des Kaisers spielte. Mit den letzten Jahren Sisis klingt dieses Buch aus. Nach vielen Schicksalsschlägen, zieht es die Kaiserin bis zu ihrer Ermordung 1898 in Genf, immer wieder ins  und Salzkammergut.

Der Anhang beinhaltet: Elisabeths Wanderungen und Bergtouren im Salzkammergut von 1887 und 1888, Anmerkungen, Quellenangaben und Literatur, Bildnachweise und eine Danksagung.



Meine Meinung:

Das Buch ist sehr schön aufgemacht.
Die vielen Bilder von Sisi, ihrer Familie und dem Salzkammergut gefallen mir sehr.
Man erfährt viel über die Geschichte und das Leben der kaiserlichen Familie in und um Ischl.
Auch die Person Sisi mit ihren Stärken und Schwächen kommt einem näher.
Die Kapitel über ihre Aktivitäten, wie Bergsteigen und Gedichte und der Anhang mit den Bergtouren Elisabeths, inklusive alter Zeitungsberichte, sind interessant zu lesen.
Im Salzkammergut kann man auch heute noch auf Sisis Spuren wandeln.
Das Buch hat bei mir die Lust geweckt, dieses schöne Fleckchen Erde zu besuchen.
Sisi und das Salzkammergut werde ich als Reiseführer einpacken.
Kaufempfehlung!



Erhältlich bei: Styria Regional oder im Buchhandel



Buch-Information
Verlag: Styria Regional (2013), Gebunden mit Umschlag, 189 Seiten
ISBN: 978-3-7012-0140-2, Sprache: Deutsch, Format: 13,5 x 21,5 cm
Preis: 24,99 €

Dienstag, 30. Juli 2013

Rezension: »Mein Herz ist aus Stein« Die dunkle Seite der Kaiserin Elisabeth von Michaela Lindinger


Es gibt viele, sehr viele Bücher über Kaiserin Elisabeth von Österreich, aber dieses ist anders. Es beschreibt die Lebenswelt der alten, 50-jährigen Kaiserin, bis zu ihrer Ermordung.
Der Buchtitel »Mein Herz ist aus Stein« stammt von Elisabeth selbst uns steht für ihren Rückzug in die Einsamkeit und die dunkle und düstere Seite der Kaiserin, die zum Vorschein kommt.

Das Buch hat insgesamt 12 Kapitel, in denen die Kaiserin in Gedichten und Zitaten auch oft selbst zu Wort kommt. Man erfährt aber nicht nur Elisabeths Gedanken und Gefühle, es werden auch Dinge vorgestellt die ihr etwas bedeutet haben. In dem Hermesvilla im Lainzer Tiergarten, ein Geschenk Kaiser Franz Josephs an seine Frau, zeigen sich die Vorlieben der Besitzerin für griechische Geschichte in den Statuen von Peri, Hermes und Aspasia. Die Wandmalereien im Sisis Schlafzimmer zeigen Szenen aus dem "Sommernachtstraum" mit der Feenkönigin Titania und Oberon. Titania spielte im Leben der alten Kaiserin eine wichtige Rolle, sie benutze den Namen auch in ihren vielen Gedichten und identifizierte sich mit ihr.

Elisabeths Ehe mit dem Kaiser war schon lange gescheitert. Beide waren zu verschieden und machten sich gegenseitig unglücklich. Deshalb unterstütze Elisabeth auch die Beziehung des Kaisers zu der Hofschauspielerin Katharina Schratt. Von ihren drei überlebenden Kindern des Paares, war nur die jüngste Marie Valerie der Mutter wichtig, sie wurde von Elisabeth abgöttisch geliebt. Mit der Verlobung und Heirat des Lieblingskindes, kommt die Kaiserin nicht klar, der "Verlust" setzt ihr arg zu. Das Verhältnis zu dem einzigen Sohn Rudolf ist schlecht, beide sind sich zu ähnlich. Nach dem Selbstmord Rudolf trägt Elisabeth nur noch schwarz - die Farbe der Trauer.

Die Kaiserin war bei allem Exzessiv. Sie trieb einen Kult um ihre Figur und ihre Haare. Auch mit Sport (Reiten und Gewaltmärsche) und Fasten fand sie kein gesundes Maß. Als mit der Zeit die Schönheit Elisabeths schwand, und sie immer schwermütiger und trauriger wurde, ging sie nur noch mit Schirm und Fächer vor die Tür. Von den Menschen enttäuscht, suchte sie ihr Leben, durch Reisen und Flucht vor dem Wiener Hof, erträglicher zu machen.

Kaiserin Elisabeth hat immer gerne schockiert, sie lies sich tätowieren und verehrte den Dichter Heinrich Heine, was ihr viele Leute übel nahmen. Eigentlich war sie eine Republikanerin im Kaiserhaus. In ihren Gedichten beleidigte Elisabeth auch Mitglieder ihrer eigenen Familie und auch andere gekrönte Häupter kommen nicht ungeschoren davon.

In den letzten Lebensjahren zieht es Elisabeth immer wieder in die Schweiz - damals eine Anlaufstelle für Anarchisten aus ganz Europa - sie war lebensmüde und hatte auch Suizidgedanken.

Oft macht das Schicksal seine Augen zu, aber früher oder später öffnet es sie wieder und schaut uns an. Die Schritte, welche man vermeiden müsste, um dem Schicksal zu entgehen, sind immer solche, die man unvermeidlich macht. Elisabeth, Seite 214

In Genf endet schließlich das Leben der Kaiserin Elisabeth, der Attentäter Luigi Lucheni stach ihr eine Feile ins Herz. Elisabeth konnte noch weitergehen, starb aber wenig später in ihrem Hotel.
Nach ihrem Tod wurden unzählige Gedenkbilder verbreitet. Alle diese Bilder waren retuschiert, die Kaiserin hatte sich nach 1869 nicht mehr malen und fotografieren lassen. Selbst die originale Totenmaske wurde nicht zur Veröffentlichung freigegeben - die Menschen sollten Kaiserin Elisabeth so in Erinnerung behalten wie man sie kannte - als unvergängliche Schönheit.

Im Buch sind über 100 Abbildungen zu finden, davon sind 15 in Farbe. Mit dem Anhang endet das Werk: es sind Literaturangaben, Dank, Bildnachweise und ein Personenregister vorhanden.




Meine Meinung:
 
Ich fand das Buch überraschend gut, ich habe schon viele Bücher über die Kaiserin gelesen
aber es ist mal was neues und anderes die alte Elisabeth zum Thema zu machen.
Es gibt auch viele Informationen über die damalige Zeit.
 Sehr interessant sind auch die vielen abgedruckten Bilder und Gemälde.
Es wird viel aus Elisabeths eigenen Werken zitiert und auch Zeitgenossen,
Freunde und Vertraute - aber auch Gegner - kommen zu Wort.
Das Buch ist leicht zu lesen.
Die Autorin hat einen guten und unterhaltsamen Schreibstil.
Es gibt für mich bei diesem Werk nichts zu bemängeln.
Wer eine Alternative zu den typischen Biographien über Kaiserin Elisabeth sucht,
der liegt mit »Mein Herz ist aus Stein« goldrichtig.

 
 
 
Erhältlich bei: Amalthea Verlag oder im Buchhandel




Buch-Information
Verlag: Amalthea (2013), Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 256 Seiten
ISBN: 978-3-85002-821-9, Sprache: Deutsch, Format: 22 x 15,2 x 3,2 cm
Preis: 24,95 €

Mittwoch, 24. April 2013

24. April 1854: Hochzeit von Kaiser Franz Joseph I. von Österreich & Herzogin Elisabeth in Bayern


Am 24. April 1854, also heute von 159 Jahren, wurden Kaiser Franz Joseph und Herzogin Elisabeth in der Augustinerkirche zu Wien vermählt.
Die Trauung fand Abends um halb sieben statt.
Der Bräutigam war 23 und die Braut 16 Jahre alt.

Auf der Abbildung ist das Brautpaar mit dem sie trauenden Erzbischof
Joseph Othmar von Rauscher zu sehen.

Montag, 24. Dezember 2012

175. Geburtstag: Kaiserin Elisabeth von Österreich


Vor 175 Jahren am 24.12.1837 wurde Herzogin Elisabeth in Bayern, Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn, besser bekannt als "Sissi" oder "Sisi" in München im Königreich Bayern geboren.