Freitag, 18. Oktober 2013
Bayerns letzter König: Ludwig III.
Heute vor 92 Jahren, am 18. Oktober 1921, starb in Sárvár (Ungarn) mit 76 Jahren der letzte König von Bayern.
König Ludwig III. wurde als Prinz Ludwig Leopold Joseph Maria Aloys Alfred von Bayern am 7. Januar 1845 in München geboren. Seine Eltern waren der spätere Prinzregent Luitpold von Bayern (1821–1912) und Erzherzogin Auguste Ferdinande von Österreich (1825–1864).
Nach einer für Prinzen normalen Kindheit, wurde Ludwig mit 16 Jahren ins Militär aufgenommen. Dann studierte er an der Universität zu München. Am Deutschen Krieg von 1866 nahm er teil - und wurde verwundet.
In Wien wurde Ludwig am 20. Februar 1868 mit der Erzherzogin Marie Therese von Österreich-Este (1849–1919) vermählt. Aus der Ehe gingen 13 Kinder hervor, von denen drei jung starben. Der bekannteste Nachkomme war Rupprecht (1869–1955), der der letzte Kronprinz von Bayern werden sollte.
Ludwigs Vater war durch die Regierungsunfähigkeit - erst von König Ludwig II. (1845–1886) und danach für dessen Bruder König Otto (1848–1916) - als Regent tätig. Nach dem Tode von Prinzregent Luitpold erbte Ludwig dieses Amt.
Vom 5. November 1913, elf Monate nach der Regentschaftsübernahne, wurde aus Prinzregent Ludwig der neue bayerische König Ludwig III. und das obwohl der entmündigte König Otto noch am Leben war. Grund hierfür war eine Verfassungsänderung, wonach unheilbar Kranke in der Thronfolge übergangen werden konnten, und mit dem nächsten in der Thronfolge zu ersetzten.
Lange konnte sich Ludwig III. nicht über seinen Thron freuen, nicht mal ein Jahr nach seiner Thronbesteigung brach der Erste Weltkrieg aus, der den Sturz des Hauses Wittelsbach nach über 700 jähriger Herrschaft nach sich zog. Am 7./13. November 1918 wurde König Ludwig III. abgesetzt. Er floh darauf mit seiner Familie aus München nach Schloss Wildenwart. Hier verstarb nach 50-jähriger Ehe Königin Marie Therese.
Ludwig III. ließ sich schließlich in Ungarn nieder, wo die Familie Güter besaß. Hier starb er auch. Der Sarg wurde zurück nach Bayern gebracht und das Königspaar zusammen in der Münchner Frauenkirche beigesetzt.
Dienstag, 15. Oktober 2013
Rezension: Maria Pawlowna. Förderin der Künste und soziale Wohltäterin von Rita Seifert
Maria Pawlowna, um die sich dieses Buch dreht, war eine der sechs Töchter von Zar Paul I. und Zarin Maria Feodorowna von Russland. Ihrem Leben und und Andenken ist diese Biographie gewidmet. Als Großfürstin und Kaiserliche Hoheit, während der Herrschaft ihrer Großmutter Katharina der Großen geboren, erhielt Maria Pawlowna eine hervorragende Ausbildung, die sie gut auf ihr späteres Leben als Gattin eines Fürsten vorbereitete.
Das Buch beginnt mit der Kindheit und Jugendzeit von Maria Pawlowna in Russland, auch ihre Familie wird hier vorgestellt. Mit 18 Jahren heiratet Maria Pawlowna den Erbprinzen Carl Friedrich von Sachsen-Weimar-Eisenach, beide werden im Laufe der Jahre Eltern von vier Kindern werden. Über die Ehe des Erb(groß)herzogspaares und den Hof der neuen Familie in Weimar, sowie über die vielen Reisen Maria Pawlownas mit ihrem Mann und Kindern, vor allem in die Heimat Russland, berichten die folgenden Kapitel. Ihre Herkunftsfamilie, die Romanows, hatten Maria Pawlowna instruiert, auch in ihrem neuen Heimat für das Zarenreich zu arbeiten, weswegen die Großfürstin öfter zwischen den Fronten stand.
Doch je länger Maria Pawlowna in Weimar lebte, desto mehr passte sie ihr Leben den neuen Umfeld an. Unter der Regierung ihres Bruders Nikolaus I. musste man in Russland feststellen, dass sie sich immer weniger an die Petersburger Regeln und Vorschriften hielt, wenn sie der Meinung war, dass für ihr neues Heimatland Sachsen-Weimar-Eisenach ein anderer Weg der bessere sei.
Maria Pawlowna. Förderin der Künste und soziale Wohltäterin, Seite 70
Der eigentliche Fokus dieses Buches liegt auf den Sozialen Wohltaten und Mäzenatentums Maria Pawlownas, diese stellen die längsten und detailliertesten Abschnitte des Werkes da. Als Kustmäzenin und Musikliebhaberin trat Maria Pawlowna gleich nach Ankunft in Weimar auf. Neben diesen Themen hatte sie auch Kontakt zu den großen Literaten aus der goldenen Zeit Weimars. Maria Pawlownas Beziehungen zu Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller und Christoph Martin Wieland sind Themen der nächsten Buchkapitel. Das Gedicht "Die Huldigung der Künste", dass Schiller zum Eintreffen Maria Pawlownas in Weimar geschrieben hatte, ist am Ende des Buches, im Anhang zu finden.
Auch im sozialen Bereich konnte Maria Pawlowna, die nach ihrer Heirat ein großes Vermögen aus Russland mitbrachte, glänzen. Sie sorgte für viele Bedürftige Menschen und Organisationen. Maria Pawlowna gründete das Patriotische Institut der Frauenvereine, sie förderte Bildung und Wissenschaft und setzte sich für die Umwelt und Natur ein. Den Park von Schloss Belvedere wurde nach ihren Vorstellungen hergerichtet, sogar über das Bäumefällen dort hatte nur Maria Pawlowna zu entscheiden. In ihrem Lieblingsschloss Belvedere starb Maria Pawlowna auch als alte Frau, über 50 Jahre nach ihrem Eintreffen in Weimar.
Mit dem Erbe der Großherzogin und der Schlußbetrachtung endet die Lebensbeschreibung von Großherzogin Maria Pawlowna.
Ein großer Anhang mit einem Stadtrundgang und einen Überblick der Ausflüge in die Region auf den Spuren Maria Pawlownas, den Maria-Pawlowna-Promenadenweg mit Zitaten von Goethe, ein Personenregister, ein Literatur- und Quellenverzeichnis, Bildnachweise, Danksagung und Anmerkungen. Im Buch sind auch 46 schwarz-weiße Abbildungen von Maria Pawlowna und aus deren Umfeld zu finden.
Meine Meinung:
Großherzogin Maria Pawlowna war eine interessante Persönlichkeit,
durch das Buch habe ich einige neue Dinge über sie und ihre Zeit erfahren.
Die Autorin hat viele Details, über die Förderungen und Wohltaten
der Großfürstin, in das Buch eingebracht.
Die Teile über die Familie und das Haus Sachsen-Weimar-Eisenach hätten länger sein können.
Positiv fallen die vielen Bilder auf, aber leider gibt es keinen Stammbaum für die Übersicht.Der lange Anhang ist sehr informativ.
Insgesamt gefällt mir das Buch gut, es ist einfach zu lesen.
durch das Buch habe ich einige neue Dinge über sie und ihre Zeit erfahren.
Die Autorin hat viele Details, über die Förderungen und Wohltaten
der Großfürstin, in das Buch eingebracht.
Die Teile über die Familie und das Haus Sachsen-Weimar-Eisenach hätten länger sein können.
Positiv fallen die vielen Bilder auf, aber leider gibt es keinen Stammbaum für die Übersicht.Der lange Anhang ist sehr informativ.
Insgesamt gefällt mir das Buch gut, es ist einfach zu lesen.
Erhältlich bei: Weimarer Verlagsgesellschaft oder im Buchhandel
Verlag: Weimarer Verlagsgesellschaft (2012), Gebunden mit Umschlag, 288 Seiten
ISBN: 3939964360 / 978-3-939964-36-9, Sprache: Deutsch, Format: 15 x 22,7 cm
Preis: 28,00 €
8. Geburtstag: Prinz Christian von Dänemark
Heute feiert Prinz Christian von Dänemark, ältestes Kind von Kronprinz Frederik (*1968) und Kronprinzessin Mary (*1972), seinen 8. Geburtstag.
Prinz Christian wurde am 15. Oktober 2005 in Kopenhagen geboren.
Sein vollständiger Name lautet: Prinz Christian Valdemar Henri John von Dänemark, Graf von Monpezat
Christian hat noch drei jüngere Geschwister: Isabella (*2007), sowie die Zwillinge Vincent und Josephine (*2011).
Christian steht hinter seinem Vater Frederik auf Platz zwei der Dänischen Thronfolge.
(Foto Copyright: H.K.H. Kronprinsessen, kongehuset.dk)
Samstag, 12. Oktober 2013
Ausstellung: Anton Ulrich, Herzog von Sachsen-Meiningen - Ein Leben zwischen Eigensinn und Leidenschaft
Bereits seit dem 12. Mai und nur noch bis zum 27. Oktober 2013 gibt es in Meiningen eine Ausstellung über Herzog Anton Ulrich (1687–1763) zu sehen:
Anton Ulrich, Herzog von Sachsen-Meiningen - Ein Leben zwischen Eigensinn und Leidenschaft
Ausstellung zum 250. Todestag des Meininger Herzogs
Schloss Elisabethenburg, Obere Galerie
2013 jährte sich am 27. Januar der Todestag Anton Ulrichs, Herzog von Sachsen-Meiningen, zum 250. Mal. Von seinem Großvater, dem bedeutenden Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel, erbte er nicht nur den Namen, sondern auch dessen kulturelle Interessen. Da er lange Zeit in Amsterdam, Wien und in Frankfurt am Main lebte, erhielt er dort eine Vielzahl von Anregungen, darunter auch solche zur Anlegung von Sammlungen, von denen Teile bis heute in Meiningen erhalten geblieben sind.
Mittwoch, 9. Oktober 2013
Königliche Geschwister: Kaiser Franz Joseph I. von Österreich und seine Brüder
Auf diesem Bild sich die vier Söhne von Erzherzog Franz Karl (1802–1878) und dessen Gattin Erzherzogin Sophie (1805–1872), einer geborenen Prinzessin von Bayern, zu sehen. Nicht mit auf dem Foto ist, die früh verstorbene, einzige Tochter der Familie, Erzherzogin Maria Anna (1835–1840).
Links steht Erzherzog Karl Ludwig (1833–1896), er ist der dritte Sohn von Franz Karl und Sophie. Karl Ludwig wird insgesamt drei Mal heiraten. Seine erste Ehefrau wurde Prinzessin Margarete von Sachsen (1840–1858), die zweite Prinzessin Maria Annunziata von Neapel-Sizilien (1843–1871) und die dritte Infantin Marie Therese von Portugal (1855–1944). Von den insgesamt sechs Kindern Karl Ludwigs, war Erzherzog Thronfolger Franz Ferdinand (1863–1914), dessen Ermordung den Ersten Weltkrieg auslöste, das bekannteste. Die österreichische Krone ging nach dem Tode Kaiser Franz Josephs I. an Karl Ludwigs Enkelsohn Karl I. (1887–1922) über.
Erzherzog Karl Ludwig von Österreich wurde 62 Jahre alt.
Auf dem Sofa sitzt Kaiser Franz Joseph I. (1830–1916), er regierte Österreich von 1848 bis 1916. Franz Joseph heiratete 1854 seine Base, Herzogin Elisabeth in Bayern (1837–1898), genannt "Sisi". Aus der Ehe gingen drei Töchter und Kronprinz Rudolf (1858–1889) hervor. Kaiser Franz Joseph hatte in seinem Leben einige Tragödien zu meistern, seine älteste Tochter Sophie starb mit zwei Jahren, sein Bruder Maximilian wurde erschossen, seine Gattin Elisabeth wurde von einem Anarchisten ermordet, der einzige Sohn Rudolf beging in Mayerling mit seiner Mätresse Selbstmord, dann wurden auch noch der neue Thronfolger Franz Ferdinand und dessen Gemahlin Sophie ermordet. Zu guter Letzt verlor Österreich während der Herrschaft von Franz Joseph alle Kriege in die es verwickelt war.
Kaiser Franz Joseph I. von Österreich starb mit 86 Jahren mitten im Ersten Weltkrieg.
Hinter dem Sofa steht Erzherzog Maximilian (1832–1867), der spätere Kaiser von Mexiko. Er wird 1857 Prinzessin Charlotte von Belgien (1840–1927) ehelichen. Aus der Ehe gingen keine Kinder hervor. Durch den französischen Kaiser Napoleon III. ließen sich Maximilian und vor allem Charlotte in das mexikanische Abenteuer, die Errichtung eines Kaiserreiches in Mexiko unter französischem Einfluss, einbinden. Maximilian konnte sich nur von 1864 bis 1867 als mexikanischer Kaiser halten, als die Franzosen abzogen, war das Kaiserpaar auf sich allein gestellt. Charlotte reiste daraufhin nach Europa, um dort bei verschiedenen Ländern und beim Papst Hilfe für ihr untergehendes Reich zu finden. Niemand fand sich zu Hilfe bereit, und Charlotte verfiel dem Wahnsinn, der bis zu ihrem Tod 60 Jahre später bleiben sollte.
Kaiser Maximilian I. von Mexiko starb mit 34 Jahren, er wurde nach einem Todesurteil, des Präsidenten Benito Juárez, standrechtlich erschossen.
Ganz rechts steht Erzherzog Ludwig Viktor (1842–1919), der jüngste der Brüder. In der Familie wurde er "Luziwuzi" gerufen. Als einzigster der Söhne von Franz Karl und Sophie blieb Ludwig Viktor unverheiratet. Ludwig Viktor sorgte für einige Skandale, er ließ sich in Frauenkleidern ablichten und war involviert in eine Schlägerei unter Homosexuellen, was zu seiner Verbannung nach Salzburg führte. Auch über die Sexualität von Ludwig Viktor wurde spekuliert, er selbst galt als homosexuell, hatte aber trotzdem eine längere Beziehung zu einer Tänzerin. Sonst widmete er sich der Sammlung von Kunstwerken, dem Aufbau neuer Gebäude und dem Roten Kreuz
Mit 76 Jahren ist Erzherzog Ludwig Viktor von Österreich gestorben.
Sonntag, 6. Oktober 2013
Stuttgart: Ausstellungseröffnung von "Im Glanz der Zaren"
Gestern hat im Alten Schloss (Landesmuseum Württemberg) in Stuttgart die Große Landesausstellung "Im Glanz der Zaren" eröffnet.
Zum weiterlesen hier der Artikel der Stuttgarter Nachrichten
Hier der Link zu meinem früheren Blogeintrag über die Ausstellung
Dienstag, 1. Oktober 2013
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